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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Ultralife«

Oh Wonder

Oh Wonder komponierten für »Ultralife« größtenteils elektronischen Alternative-Pop mit viel Klavier und Gefühl. Nur hier und da wird der Tonfall etwas zu süßlich.
Geschrieben am
Mit Songs wie »Lose It« wurden Oh Wonder einem größeren Publikum bekannt: Josephine Vander Gucht und Anthony West arbeiten seit 2014 zusammen, das selbst betitelte DIY-Debüt veröffentlichten sie 2015. Ihre Taktik, jeden Monat einen Song zu veröffentlichen, hatte bis dahin einen kleinen Hype ausgelöst. Ihr Stil besticht durch eher klassische Melodien, einfach zu hören und gefällig, eine besondere Note bringt die elektronische Instrumentierung hinein. Ganz zu schweigen von der Harmonie der beiden Stimmen, die meist gemeinsam ertönen – und zwar nicht zweistimmig, sondern im Einklang. West singt in der Regel einfach eine Oktave tiefer als Vander Gucht.

Trotz aller Ästhetik klingt auf dieser Platte auch eine gewisse Gelassenheit durch. Titel wie »High On Humans« mögen manchmal zu viel des Guten und Begeisterten sein, zwischen lauter verliebten Texten taucht dann jedoch das gedämpfte »Solo« als angenehme Abwechslung und Zelebrierung des Alleinseins auf. »Heavy« wiederum lässt eher die 1990er aufleben, andere Titel wie das übereuphorische »Ultralife« oder »Waste« dagegen sind deutlich zeitgenössisch. Die ganze Magie des Duos kommt bei »Slip Away« zum Vorschein: einer ruhigen, beinah eintönigen Ballade, die zum Ende hin einen beeindruckenden Sog entwickelt.

Oh Wonder

Ultralife

Release: 16.06.2017

℗ 2017 Island Records, a division of Universal Music Operations Limited