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»White Is Relic / Irrealis Mood«

Of Montreal

Einer der abgedrehtesten Musiker der 2000er entdeckt den post-queeren Disco-Mucker in sich. Und Noam Chomsky. Hätte nicht sein müssen.

Geschrieben am

Of Montreal sind eines dieser Kollektive, die in den späten 1990ern die dominierende Weirdness des Sounds der 2000er zu erkunden begannen. Die Gruppe aus Athens, Georgia, benannt nach der Herkunft einer Liebschaft des einzigen konstanten Mitglieds Kevin Barnes, war Teil des Indie-Kollektivs Elephant 6, aber am ehesten erinnert ihre Laufbahn an die des Animal Collective. 

Of Montreal traten nur ein wenig eher auf den Plan, schon 2005 und 2007 mit den tollen Beach-Boys-Weirdo-Indie-Rock-Experimental-Alben »The Sunlandic Twins« und »Hissing Fauna, Are You The Destroyer?«, aber ihr Sound war doch ähnlich verspuhlt psychedelisch und immer da, wo es sich nach Avantgarde anfühlte. Mit der Besonderheit, dass der aus allen Nähten platzende Pop immer auf eine tiefe Wunde zu verweisen schien. Umso schlimmer, dass dieses 15. Album der Gruppe einen Songwriter in satt zeigt: Vorbild waren hier 12“-Dance-Mixe aus den 1980ern, und während discoider Indie-Funk-Rock Of Montreal prinzipiell gut zu Gesicht steht, bemerkt man doch, wie selten Barnes noch Lust hat, eine Melodie so hysterisch zu überdrehen, wie es seinen Popentwurf lange auszeichnete. Hier ist alles geradeheraus und überaus solide weggemuckert. Es bleibt ein Sound-Bild, das noch immer nur eine Band so malen könnte. Aber die Magie ist verschwunden.

of Montreal

White Is Relic / Irrealis Mood - EP

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Polyvinyl Record Co.

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