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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ocean Fire

Willits + Sakamoto

Eine weitere feine Kollaboration des mit „Meister der Filmmusik“ nur unzureichend beschriebenen Ryuichi Sakamoto
Geschrieben am

Zeitlose Schwere, scheinbar endloses Gleiten. Eine weitere feine Kollaboration des mit „Meister der Filmmusik“ nur unzureichend beschriebenen Ryuichi Sakamoto, diesmal mit dem kalifornischen Gitarristen Christopher Willits. Auf dem Cover reflektiert das Licht des Sonnenuntergangs auf ruhiger See, entsprechend flächig geht es zu – zunächst nicht ohne prozessierte Brüche – mit faszinierendem Wechselspiel von bewegten und beruhigteren, mal eher flirrenden, mal flächigeren Phasen.



Im Verlauf des Albums gewinnen Letztere immer mehr die Oberhand, bei „Chi-Yu“ erstaunt die plötzlich auftauchende Kohärenz weit ausladender Harmoniebögen, die sich alsbald in fast streicherähnlicher Elegie verlieren, beim wunderbaren „Cold Heart“ wiederum plumpst das Gefüge gleich noch mal eine Ebene tiefer.
Erstaunlich die klangliche Dichte in Anbetracht des erforschten Frequenzspektrums. Unterwasser-Soul mit Echoloten. Wären damals anstelle von Grönemeyer und Prochnow Kyle MacLachlan und Oh Young-Su gecastet worden, der Soundtrack hätte sich in etwa so anhören können.