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Nude With Boots

Melvins

Wo soll man noch hin als jene bizarre Entität, die sich Melvins nennt? Waren sie nicht schon beinahe überall?
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Wo soll man noch hin als jene bizarre Entität, die sich Melvins nennt? Waren sie nicht schon beinahe überall?

Als wollten sie sich ihrer selbst versichern, kehren sie nun in angestammte Gebiete zurück. Zwar sind sie hier erneut mit zwei Schlagzeugen zu hören, aber angesichts der Präzision, mit der Dale Crover (darf ich Gott zu Ihnen sagen, Herr Crover?) und Coady Willis von den eingekauften (oder sollte man angesichts der Fluktuation der Begleiter des infernalen Duos Osborne/Crover eher "gemietet" sagen?) Big Business hier am Werk sind, sind das Petitessen (außer auf der Bühne, da entwickelt das durchaus erhebliche zusätzliche Dynamik).

Also erklingt hier wieder jene so sublime wie zärtlich brutale Herangehensweise an Black Sabbath, Heavy Metal und - ganz global gesprochen - Rock. Dass zumindest Teile der Band ja ohnehin eine schwere Neigung zu Großentwürfen von Stadionproportionen haben, ist bekannt. Dass die Wege dieser Band überdies in etwa die konsequente Krausheit von King Buzzos Schopf haben, ist ebenfalls nichts Neues. Dass sich dieser Gemengelage wiederum eine streng durchkomponierte, komplexe Musik von geradezu klassischer Schönheit verdankt, wissen wir und wollen es nur in Ausnahmefällen anders. Letztere gab es in den vergangenen Jahren eher oft als kaum, weshalb es nun schön ist, mal wieder so ein ganz klassisches Melvins-Monster vor den Kopf gehauen zu bekommen.