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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Nova Heart«

Nova Heart

Darauf haben wir nur gewartet – das China uns auch noch in Sachen Popmusik aussticht. Aber wenn das Debütalbum von Beijings Indie-Ikone Helen Feng alias Nova Heart ein billiges Plagiat sein soll, dann müsste das Original ein elektronisches Wave-Pop-Meisterwerk sein.
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Es ist natürlich ein tolles Verkaufsargument, die zierliche »Queen of Beijing« als den aufstrebenden Indie-Exportschlager aus China zu vermarkten, aber auch nur die halbe Wahrheit, denn Helen Feng lebte 17 Jahre in Nordamerika und kehrte erst 2002 wieder nach Asien zurück, um als Moderatorin für MTV China zu arbeiten. Nach wie vor ist ihr Englisch deutlich besser als ihr Mandarin, und der amerikanisch geprägte Popkultur-Einfluss auf ihr Leben ist auch bei Nova Heart klar heraushörbar. Seit fünf Jahren ist ihre Band auf Tour, Helen (Vocals, Keys, Video-Games) wird an Gitarre, Bass und Schlagzeug von Landsleuten begleitet.

Und wo genau die Brücke zwischen China und der westlichen Welt steht, ist hier glücklicherweise nicht ganz klar, denn dieses Debüt umschifft erfreulicherweise jedes Klischee von der Verknüpfung der Kulturen. Stattdessen schafft die Band eine emotional mitreißende Mischung aus New Wave, Krautrock und Electro-Pop, mit Mut zu Experimenten, ausufernden Passagen und viel Raum für anregende Geräusche, Rhythmen und eine naiv erscheinende Expressivität, deren Schlüsselreize längst die Grenzzäune und Kulturbarrieren hinter sich gelassen haben.
– Nova Heart »Nova Heart« (Staatsakt / Caroline / Universal / VÖ 02.10.15)

Nova Heart

Nova Heart

Release: 02.10.2015

℗ 2015 Staatsakt.