×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Liquid Cool«

Nite Jewel

Nite Jewels Realname Ramona Gonzalez klingt viel zu sehr nach trashigem Country-Pop. Vermutlich nutzt sie deshalb das Pseudonym, um den mystischen Klängen von »Liquid Cool« gerecht zu werden.
Geschrieben am
Nite Jewel hat sich mit Haut und Haaren den sphärischen Electro-Beats verschrieben. Daran haben vier Jahre Pause und der Abschied von ihrem alten Label nichts geändert. Nun veröffentlicht sie »Liquid Cool«, wie schon ihr Debüt, in Eigenregie. Das Album macht deutlich, dass Nite Jewel die Zeit genutzt und ihre, wie sie selbst sagt, Identität wiedergefunden hat. Schon der Opener »Nothing But Scenery« kommt poppig daher, wenn auch deutlich verschachtelter als noch zu Zeiten von »One Second Of Love«. Schritt für Schritt tasten sich Instrumente und Stimme näher zueinander. Will heißen: Während Synthie und Beats sofort perfekt harmonieren, wirkt Nite Jewels Gesang zu Beginn noch wie ein schriller Fremdkörper. Doch schon auf halber Strecke, bei der Single »Kiss The Screen«, klamüsern sich die Einzelteile ganz ordentlich zusammen. Das Highlight »Running Out Of Time« lässt aber noch bis zum vorletzten Track auf sich warten. Es heißt also, Ausdauer zu bewahren, bis die Symbiose aus Pop, Electro und TripHop-Beats vollends ausgereift ist. Dann wird man mit einem letztendlich erstaunlich stilvollen Album belohnt. 

Nite Jewel

Liquid Cool

Release: 10.06.2016

℗ 2016 Gloriette Records

Nite Jewel  »Liquid Cool« (Gloriette / H’Art / VÖ 10.06.16)