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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Rock’n’Roll Hall of Fame

Nirvana

Rock gehört nicht ins Museum und dieser Abend liefert endgültig den Beweis. Gestern wurden Nirvana in New York etwas zu feierlich in die »Rock’n’Roll Hall of Fame« aufgenommen und was übrig bleibt sind Nostalgie und Souvenirs.
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Kurt Cobain hätte zu Lebzeiten vermutlich bereits vor Beginn der Show die Halle verlassen, um sich den routinierten Auftritt seiner ehemaligen Bandkollegen zu sparen, die hier als Nirvana unterstützt von Gastsängerinnen wie Joan Jett oder Lorde einige Klassiker der Band auf die Bühne brachten.

Es sei ganz grundlegend die Frage gestattet, welchen Sinn es macht, Rockmusik – der gemeinhin eine gewisse Vorliebe für den Exzess und das gesellschaftlich Unkonventionelle nachgesagt wird – durch museale Weihen aufzuwerten.  Noch dazu bei einer derart inflationären Vergabe von Ehrungen. So wurden neben Nirvana und Kiss, deren Ausnahmestatus im Rock unbestritten sind, mit Cats Stevens alias Yusuf Islam sowie dem Soul-Pop-Duo Hall & Oates auch Künstler gewürdigt, die wohl eher in die »Hall of Fame« des Radio-Kitsch gehören.

 

Daher ist eine Veranstaltung wie jene gestern Abend vor allem eins: ein gefundenes Fressen für Trophäensammler, wie Stereogum-Autor Scott Lapatine beobachtete. Und natürlich, um nostalgisch zu werden oder Gruppenbilder mit viralem Potential  zu schießen. Hier kommt eine Sammlung aus den sozialen Netzwerken.