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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

El Nino

NINOS CON BOMBAS

Diese eigenen Angaben zufolge charmant-großmäulige, offensichtlich multinationale Eingreiftruppe aus Hamburg/Brasilien/Chile zelebriert uns ein Latin-Jazzy-Punk-Ska-Cabaret und bekommt von wegen spanischem Gesang von mir den Exotenbonus schräg über die Lippen gehängt. Das ist ja schon mal einiges, u
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Autor: intro.de

Diese eigenen Angaben zufolge charmant-großmäulige, offensichtlich multinationale Eingreiftruppe aus Hamburg/Brasilien/Chile zelebriert uns ein Latin-Jazzy-Punk-Ska-Cabaret und bekommt von wegen spanischem Gesang von mir den Exotenbonus schräg über die Lippen gehängt. Das ist ja schon mal einiges, und dergestalt einfallsreich besorgt es einem dieses Trio unter fast vollständiger Ausschöpfung der angesprochenen Kategorien. Die brennen ein trashy-modernes Feuerwerk mit leichtem Lo-fi-Appeal und Surfkomponente ab, daß es Dekaden bräuchte, um an all die Bands, die sich an dieser Variabilität auf Roots-Basis ein Beispiel nehmen sollten, nur zu denken, geschweige denn, sie zu nennen. Dub-Merengue, HeavyMetal und Sixties-Film, Henry Miller, Bluebeat, Sambita und THE CLASH auf Mambo sollen hier gemeinsam zu Kreuze kriechen, wie es uns die Band auf der Tracklist glauben machen will; da sind Kategorien dabei, welche mir vollständig unbekannt, aber ich bin geneigt, den Herren zu glauben, so schön, wie die hier abgehen und durchknallen. Die frühere chilenische Punkband des Sängers und Gitarristen Daniel hieß übrigens PINOCHET BOYS, und ich bin nicht nur deswegen rundum geneigt, Höchstwertungen auszusprechen. Fein, fein.