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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Roll Roll And Flee

Nikola Sarcevic

„You said we wouldn’t change / But we do and that’s why everything feels strange“, singt Nikola Sarcevic in „Soul For Sale“, einem der Songs seines zweiten Soloalbums. Dabei fühlt sich die musikalische Veränderung, die der Sänger von Millencolin durchgemacht hat, doch ganz natürlich an. Schließlich
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„You said we wouldn’t change / But we do and that’s why everything feels strange“, singt Nikola Sarcevic in „Soul For Sale“, einem der Songs seines zweiten Soloalbums. Dabei fühlt sich die musikalische Veränderung, die der Sänger von Millencolin durchgemacht hat, doch ganz natürlich an. Schließlich haben wir schon in den unbeschwerten Nächten am Baggersee in den 1990er-Jahren gewusst, dass alles ganz genau so kommen würde. Millencolin haben sich ja nicht ohne Grund nach einem Skateboard-Trick namens „Melancholy“ benannt. Vor allem die schwermütige Stimme des Sängers war es, die wir schon damals ganz fest an unsere Herzen gedrückt haben. Und wenn dieser heute Sätze wie „I always felt it’d be a happy end / I guess I was a bit too artless“ singt, dann setzt er unsere damalige adoleszente Sorglosigkeit in eine schmerzhafte Beziehung zu unserer gegenwärtigen Zukunftsangst. Doch auch ohne diese Erinnerung an das Vergangene funktioniert der Singer/Songwriter Sarcevic, und ein Vergleich mit seinem Landsmann Kristofer Aström macht nicht nur deshalb Sinn, weil dieser die Backing-Vocals gesungen hat. Und schließlich erinnert uns „Roll Roll And Flee“ sogar noch an etwas, das wir uns damals fest geschworen haben und das wir trotz aller Furcht vor der Zukunft niemals vergessen sollten: „I always said I wouldn’t be untrue / To anything I put my heart into.“