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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dead Planet: SonicSlowMotionTrails

Nick Oliveri And The Mondo Generator

Was der Klassik die Bratschisten, sind im Rock die Bassisten: Wenn in einer Band ein verschrobener Spinner zu finden ist, sind die Chancen ziemlich hoch, dass er das Instrument mit den vier Saiten bedient. Ein gutes Beispiel dafür ist Nick Oliveri, dessen Hang, nackt zu musizieren, inzwischen intern
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Was der Klassik die Bratschisten, sind im Rock die Bassisten: Wenn in einer Band ein verschrobener Spinner zu finden ist, sind die Chancen ziemlich hoch, dass er das Instrument mit den vier Saiten bedient. Ein gutes Beispiel dafür ist Nick Oliveri, dessen Hang, nackt zu musizieren, inzwischen international gefürchtet ist und der mit „Freitag 16:15“ wohl eine der beknacktesten Tätowierungen der Popwelt auf seiner Brust spazieren führt. Der spitzbärtige Derwisch spielt ja in vielen Bands, und alle rocken sie. Also wird’s wohl an ihm liegen. Das merkt man auch, wenn man sein neues Album mit dem (starke geistige Verwirrung offenbarenden) Namen „Dead Planet: SonicSlowMotionTrails“ hört. Das ist Punkrock, wie man ihn sich pointierter und altmodischer eigentlich nicht wünschen kann. Oliveri zeigt sich hier als talentierter Shouter, der weiß, dass Kraft, Geschwindigkeit und einfache Melodieführung zu den wichtigsten Attributen seines Genres gehören. Durch seine Tätigkeit bei den Queens Of The Stone Age hat er anscheinend aber auch gelernt, dass ein bisschen Popappeal im Sound dieser Musik nicht unbedingt schaden muss. Vielleicht hat er deshalb mit „Take Me Away“ und „Paper Thin“ sogar richtige Balladen auf das Album gepackt. Für den Rest wird aber schön das durchschnittliche Headbangerbedürfnis im Moshpit berücksichtigt. Ein solides Album, mit dem man nichts falsch machen kann. Und das konnte man vom letzten QOTSA-Album ja nicht gerade behaupten.