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Pixies, Stereo MCs, Iron Maiden

News-Ticker 29.08.2005

::: Im Umfeld der "MTV Video Music Awards" ist der legendäre Labelbetreiber Marion "Suge" Knight in Miami angeschossen worden. Der 40jährige Rap-Impressario, der immer mal wieder ordentliche Probleme hat mit dem Gesetz, wurde am rechten Bein getroffen. Er wurde sofort ins Mount Sinai Medical Cen
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::: Im Umfeld der "MTV Video Music Awards" ist der legendäre Labelbetreiber Marion "Suge" Knight in Miami angeschossen worden. Der 40jährige Rap-Impressario, der immer mal wieder ordentliche Probleme hat mit dem Gesetz, wurde am rechten Bein getroffen. Er wurde sofort ins Mount Sinai Medical Center in Miami Beach eingeliefert und soll am Bein operiert werden, um die Kugel zu entfernen und einen gebrochenen Knochen zu behandeln. Die Angaben über einen Schützen widersprechen sich: mal wird von einem Afroamerikaner mit pinkem T-Shirt berichtet, mal gibt es noch keine Hinweise. Ein Zeuge, der New Yorker Künstler Lilo Kinne, erinnert sich gegenüber dem "Miami Herald": "Ich tanzte neben ihm, als ich ein Geräusch hörte, als ob eine Champagner-Flasche geöffnet worden wäre, dann sah ich, wie sich seine Bodyguards über ihn warfen. Es passierte so schnell, die Leute waren sofort in Panik und versuchten rauszukommen." Der Vorfall erinnert natürlich an die brutalen Ereignisse um Tupac Shakur, Notorious B.I.G. und zuletzt Jam Master Jay von Run DMC, die alle unter mysteriösen Umständen umgebracht wurden. Pikanterweise gehört Knight als Gründer des legendären Raplabels "Death Row Records" zu den engsten Freunden des ermordeten Tupac Shakur. Er fuhr sogar seinerzeit in der Limousine, in der Shakur 1996 angeschossen worden war. Besonders die Verwandten des ebenfalls erschossenen Rappers Notorious B.I.G. beschuldigten Knight immer wieder, in dessen Tod verwickelt worden zu sein.

::: Am morgigen Dienstag werden die Stereo MCs im Kölner Stereo Wonderland auflegen. Wer sich vor einigen Jahren ihre "DJ Kicks" zu Gemüte geführt hat, wird vielleicht schon einen Eindruck bekommen haben, was da auf uns zukommt. Oder es wird ganz anders. Auf jeden Fall ist es gratis und ab 2100h.

::: Apple ringt mit zwei der großen Plattenfirmen (welche, das wissen wir nicht) um den Festpreis der iTunes-Musiktitel. 99 US-Cent pro Titel, von denen die Labels immerhin 70 abzocken, ist diesen zu wenig. Je nach Popularität wollen sie bis zu 1,49 Dollar durchsetzen. Mal nachrechnen. Lohnt sich da nicht schon wieder der Kauf eines populären Albums in haptischer Form? Man munkelt, Sony BMG und Warner seien die Quersteller. Bei der Eröffnung des japanischen iTunes haben sie schon nicht mehr mitgespielt.

::: In der Kunsthalle in Düsseldorf beginnt am 31. August eine außergewönliche Reihe namens "Approximation 7:1 Pieces for Solopiano". An vier Abenden werden sich jeweils zwei Künstler an den dehnbaren Begriff "Pianomusik" wagen - von unterschiedlichen elektronischen Perspektiven ausgehend: Klassik, Jazz, Filmmusik, musique concrète. Wer das letzte Soloalbum von Gonzalez gehört hat, mag hier eine Richtung (Debussy, Satie, John Cage) erahnen können:
31.08./ 21:30 Swod; Thilo Schölpen
04.09./ 22.00 Sylvain Chauveau
07.09./ 21:30 Max Richter; Hauschka
08.09./ 21:30 Adam Butler; Gonzales

::: Nach umjubelter Reunion und Tour kommt ganz bald die Pixies Live-DVD: "The Pixies Sell Out". Größtenteils enthält diese Mitschnitte eines Konzerts vom 3. Juli letzten Jahres im französischen Belfort. Als Bonusmaterial gibt es Schnipsel vom Coachella Festival, Austin City Limits und dem New Orleans Voodoo Fest. Die Tracklist:
01 Bone Machine
02 Wave Of Mutilation
03 In Heaven
04 Something Against You
05 River Euphrates
06 U-Mass
07 Bone Machine
08 Cactus
09 Ed Is Dead
10 I Bleed
11 Monkey Gone To Heaven
12 Hey
13 Levitate Me
14 Subbacultcha
15 Dead
16 Gouge Away
17 Velouria
18 Mr. Grieves
19 Crackity Jones
20 Broken Face
21 Isla De Encanta
22 Tame
23 Here Comes Your Man
24 The Holiday Song
25 Where Is My Mind?
26 Vamos
27 Wave of Mutilation
28 Gigantic

::: Sharon Osbourne, Veranstalterin der Ozzfest-Tour, hat in einem offenen Brief gestanden, Iron Maiden bei deren Auftritt der Tour am 20. August in Devore, Kalifornien, bei mehreren Gelegenheiten den Saft abgedreht zu haben. Hintergrund: Bruce Dickinson soll sich bei einigen Shows im Rahmen von Ozzfest von der Bühne herunter herablassend über Ozzy geäußert haben. "For 20 shows we were forced to hear Dickinson's nightly outbursts from the stage", ließ Sharon Osbourne wissen. Und weiter: "'When we come back to America, we'll be back with a proper sound system' or 'We won't be playing the same old songs every night,' 'We don't need a teleprompter' and 'We don't need a reality show to be legit' - Was Dickinson so naive to think that I was going to let him get away with talking shit about my family night after night? I don't think he realizes who he's dealing with." Wir fühlen uns ein bisschen an die Nachwuchsband-Abende damals im Jugendhaus erinnert - danke für diesen nostalgischen Kick.

::: Bereits vor einer Woche starb der französische Komponist Luc Ferrari im Alter von 76 Jahren in Arezzo. Er galt in den Pioniertagen der musique concrète (einer frühen, eher naturalistisch inspirierten Strömung der Neuen Musik) als einer der wichtigsten Köpfe unter den Pariser Komponisten, die (zeitlich parallel zu Stockhausen und seinen Kollegen auf Kölner Seite) die elektronische Musik mitbegründeten.

::: Am 15. September (Popkommauftakt) öffnet das erste Ramones-Museum der Welt in Berlin sein Pforten. Groß ist es zwar nicht (60 Quadratmeter), aber laut Betreiber lassen sich dort mehr als 300 Exponate aus 22 Jahren Bandgeschichte einsehen. Darunter seltene T-Shirts, unveröffentlichte Fotos, Setlists, Vinyls, Konzertplakate und Tickets sowie persönliche Gegenstände und Schriftstücke der Bandmitglieder. Mehr dazu gibt es bald hier.