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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Beck, Ryan Adams und Belle & Sebastian

News-Ticker 28.10.05

::: Manchmal schlägt das Leben zurück. Carl Morgan, einer der Produzenten für die englische So Solid Crew, muss für 30 Jahre hinter Gittern. Er war zuvor für die Ermordung von Colin Scarlett im vergangenen Jahr verhaftet worden. Angeblich war Morgans Mord die Rache dafür, vorher von Scarlett verprüg
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::: Manchmal schlägt das Leben zurück. Carl Morgan, einer der Produzenten für die englische So Solid Crew, muss für 30 Jahre hinter Gittern. Er war zuvor für die Ermordung von Colin Scarlett im vergangenen Jahr verhaftet worden. Angeblich war Morgans Mord die Rache dafür, vorher von Scarlett verprügelt worden zu sein.

::: Lex Records geht seiner eigenen Wege. Gestartet war man als Sublabel von Warp, doch schnell wurde das eigene Profil mit ausgezeichneten Künstlern geschärft - zuletzt kam öffentlichkeitswirksam DangerDoom auf dem kleinen Londoner Label heraus. Nun hat man sich also getrennt - natürlich freundschaftlich. Wer sich einen kurzen Einblick verschaffen möchte: hier gibt es einige Gratisdownloads.

::: He still needs Love - LL Cool J arbeitet weiterhin als Musiker, sein nächstes Album kommt nächstes Jahr bei Def Jam raus. Dazu hat er einen Vertrag über sage und schreibe neun Filme bei Lions Gate Films unterschrieben. Die Versorgung mit mittelprächtigen HipHop-Alben und zu vernachlässigenden B-Movies ist damit also auf Jahre gesichert.

::: Leicht unsicher verbreiteten wir die frohe Kunde von Becks Remix-Album ja bereits. Jetzt scheint alles in trockenen Tüchern. Am 13. Dezember auch in eurem vertrauten Plattenladen um die Ecke. Hoffentlich mit dieser durchaus imposanten Tracklist versehen:
01 Homelife - E-Pro
02 Islands - Que Onda Guero
03 Octet - Girl
04 Air - Missing
05 Ad-Rock - Black Tambourine
06 Mario C - Earthquake Weather
07 8-Bit - Hell Yes
08 Boards of Canada - Broken Drum
09 El-P - Scarecrow
10 Superthriller - Go It Alone
11 Subtle - Farewell Ride
12 John King - Rental Car
13 Th' Corn Gangg - Emergency Exit
14 Beck - Clap Hands

::: Unsere, je nach Gusto, Lieblings- bis Drittlieblingsschotten Belle & Sebastian haben ihr neues Album so gut wie im Kasten. Der Nachfolger des erfolgreichen "Dear Catastrophe Waitress"-Albums von 2003 wird wohl im Februar nächsten Jahres erscheinen und "The Life Pursuit" heißen. Zu den Aufnahmen im sonnigen L.A. mit Beck-Produzent Tony Hoffer äußert sich Sänger Stuart Murdoch wie folgt: "The process of making the record has been amazing. The last record had quite a few older songs on it because we were working with Trevor (Horn) and we wanted to give them a proper go with big arrangements. This record is all new songs - 18 of them - so it's all very current. It's us pretty much writing in a circle and writing within the group." Einige Arbeitstitel liegen auch schon vor: "Song For Sunshine", "Funny Little Frog", "Another Sunny Day". Man merkt da schon den Einfluss der kalifornischen Sonne.

::: Hach, schön dass die gute alte Beatles-vs-Stones- bzw. Blur-vs-Oasis-Tradition auf der Insel von Bestand ist. Nachdem die Test Icicles bei ihrem Gig im Vorprogramm der Arctic Monkeys von deren Fans regelrecht von der Bühne gebuht wurden, gaben sie bei ihrem Gig in Manchester jetzt erstmal schön die beleidigten Leberwürste. Devonte Haynez wiegelte die Zuschauer gegen die Monkeys auf, indem er eine sinnfreie Call-and-Response-Show vom Zaun brach. "Do you like the arctic monkeys?", fragte er. Was vermittelst einfacher Unmutsbezeugen der Zuschauer verneint wurde. "Yeah, we fuckin' hate the arctic monkeys", so Haynez' zustimmende Replik. Bevor er dann relativierte: "Yeah, but we hate the fuckin' fans". Die Nachrichtenlage in England scheint also für die nächsten Wochen gerettet.

::: "Nur zwei reguläre Alben dieses Jahr, davon nur eines eine Doppel-CD?" wird sich Ryan Adams, dieser nimmermüde Americana-Knabe, gedacht haben. Mit "29" erscheint am 20. Dezember der dritte Adams-Longplayer 2005, nach "Cold Roses" und "Jacksonville City Nights". Produziert hat endlich wieder Ethan Johns, der im Moment etwas desaströs aussehende Adams sagt dazu: "That one's really fucked up. It has nine songs, and all the songs are nine minutes long, they're all story-songs. And it's basically just me and a piano, me and a guitar, with Ethan.The theme of it was that I wanted to write a record where I could write myself out of my twenties. So for each year of my life, in my twenties, I kind of assigned different parts of my character, I gave them names. The last song is a song from the perspective, believe it or not, of a ghost. This spirit is trying to conjure this dead child, this dead person, back to the house where they died. So they can haunt it. It's really fucked up." Freuen wir uns also auf ein - äh - fucked-up Album.

::: Auch wenn es Ähnliches bereits beim verstorbenen Elvis Presley gab - ein wenig absurd mutet ein solches Vorhaben dennoch nach wie vor an: Frank Sinatra, der 1998 starb, soll im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Sinatra at the London Palladium" wieder in Form einer Projektion auf die Bühne zurückkehren. Im "London Palladium" - übrigens dem Ort, an dem "Ol' Blue Eyes" 1950 in Europa debütierte - wird der Sänger dabei mit Hilfe von zum Teil raren Filmaufnahmen aus Familienbesitz wieder zum Leben erweckt. Begleitet wird sein singendes Double dabei von einem 24-köpfigen Orchester. Na, viel Spaß dann mal.