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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Tocotronic, Abba und Jackie-O Motherfucker

News-Ticker 24.10.05

::: Diesen Freitag, den 28.10., werden Virginia Jetzt! kurzfristig im Münchner Orangehouse auftreten. Grund dafür: die Jungs wollen einfach mal aus Berlin raus und da dachten sie sich, Bayern wäre der beste Ort, um auf den Putz zu hauen. Ob sie sich da mal nicht gehörig täuschen? Das Konzert kostet
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::: Diesen Freitag, den 28.10., werden Virginia Jetzt! kurzfristig im Münchner Orangehouse auftreten. Grund dafür: die Jungs wollen einfach mal aus Berlin raus und da dachten sie sich, Bayern wäre der beste Ort, um auf den Putz zu hauen. Ob sie sich da mal nicht gehörig täuschen? Das Konzert kostet 10€ Eintritt und Karten gibt's nur an der Abendkasse. Danach werden sich noch die Jungs von Nova International hinter dem DJ-Pult die Ehre geben. Weitere Infos gibt es hier und hier.

::: Saarbrücken fördert nicht nur die deutsch-französische Freundschaft, sondern auch die Verständigung zwischen den diversen Musikarten, ähem, Musik-Arten. Somit geht vom 3. bis zum 5. November das Electricity-Festival in seine diesjährige Runde. Offiziell zwar als "Festival für elektronische Musik" tituliert, ist das Line-Up beim Electrcity mit Technoacts, Indierock-Bands und HipHop-Combos allerdings ganz schön wild zusammengewürfelt. Neben Bands wie The Robocop Kraus und Underworld werden auch Chicks on Speed und Gentleman am Start sein. Außerdem geben The Prodigy und Seeed als Highlights beide eine Exklusivshow zum Besten. Weitere Infos gibt es hier.

::: Man hat es lange schon geahnt, und nun ist es offiziell: Abba und ihr Song "Waterloo" waren bis jetzt die beliebtesten Teilnehmer beim Grand Prix, der ja nicht mehr so heißt sondern irgendwie anders. Das schwedische Quartett nahm 1974 an der Eurovision teil und belegte auch sogleich den ersten Platz. Nun wurden "Waterloo" zum 50.Geburtstag des Contests von den Fans zum beliebtesten Song in der Geschichte des Wettbewerbs gewählt. Der Song setzte sich am Samstag auf der Show in Kopenhagen gegen 14 Konkurrenten durch. Madonna hat also mal wieder instinktsicher zugegriffen.

::: Tocotronic stellen eine Podcast-Reihe ins Netz. Diese wird aus elf Folgen bestehen, in denen Bassist Jan Müller zusammen mit Carol von Rautenkranz, seines Zeichens Lado-Chef und Produzent der Band, die Geschichte der Hamburger-Jungs erzählt. Die erste Folge steht seit heute online, und zwar hier. Vielleicht wird dann ja endlich die brisante Frage geklärt, ob Thees Uhlmann und Tocotronic nun wirklich Freunde geworden sind.

::: Die Deichkind-Bande, von der ja bei uns hier geschwärmt wird, kündigt ihr neues Album an. In einem konspirativen Telefonat mit unserem Mitarbeiter Mutlu erzählte DJ Phono: "Wir haben unseren Teil getan! An uns liegt es nicht, wenn das Album noch später kommt!" Sie haben das unbetitelte Werk nämlich der Plattenfirma im Endzustand übergeben und hoffen jetzt auf den nächsten Februar als Veröffentlichungstermin. Daumendrücken.

::: Die tragische Produzentenfigur Phil Spector (ich sage nur "Wall of Sound") ist ja bereits seit einigen Jahren in einen Mordfall verwickelt. Im Februar 2003 wurde Lana Clarkson bei ihm zu Hause tot aufgefunden. Als Polizisten den Tatort betraten und ihn in Handschellen abführen wollte, hatte Spector verwundert gesagt: "What's wrong with you guys? What are you doing? I didn't mean to shoot her. It was an accident." Seine Anwälte sagten im momentan in Los Angeles stattfindenden Prozess, diese Aussage dürfe nicht zur Kenntnis genommen werden. Ihr Mandant wäre zum fraglichen Zeitpunkt nicht ganz Herr seiner Sinne gewesen, weil er unter schweren Medikamenten gestanden hätte. Spector hat seine Meinung nämlich mittlerweile revidiert, sagte sein Anwalt: "Mr Spector denies he shot anyone at his house and denies he said he shot anyone. We have made motions to suppress certain statements that were not admissions and were illegally obtained."

::: Die Experimental-Schrammler Jackie-O Motherfucker aus Oregon wollen noch dieses Jahr ihr erstes Album seit drei Jahren herausbringen. "Flags Of The Sacred Harp" erscheint am 8.12. über ATP und laut Beipackzettel ist es "an epic recording documenting the group's maturing skills in writing, arranging and production, and is a timeless de-construction of American music". Aha. Wer jetzt schon an den Nägeln kaut, dem sei noch via finaler Tracklist der Rest gegeben:

1. Nice One
2. Rockaway
3. Hey! Mr. Sky
4. Spirits
5. Good Morning Kaptain
6. Loud and Mighty
7. The Louder Roared the Sea

::: Die Ärzte (aus Berlin) auf der Liste jugendgefährdender Medien? Ja, ja, ist lange her. 1987 landete das Debütalbum "Debil" von 1984 auf selbiger, wurde aber 2004 auch endlich wieder von ihr gestrichen. Es seien keine "Verrohungseffekte" zu befürchten, der "satirische Inhalt" sei eindeutig. Na, wenn das so ist: Seit Freitag gibt's den "Debil"-Re-Release namens "Devil" in den Läden, aufgemotzt durch allerlei jugendgefährdende Extras wie z.B. ein 24-seitiges Booklet sowie folgende unveröffentlichte Nummern:

"Teenager Liebe" (Featuring the Famous Axel Knabben)
"Grace Kelly" (Richy Guitar Version)
"Ärzte Theme" (Featuring the Famous Axel Knabben)
"Claudia hat 'nen Schäferhund" (Unikum-Tapesampler-Version)
"Füße vom Tisch"
"Teddybär" - Video (Live, 1983)
"Schlaflied" - Video (Unplugged, 2002)