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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Non relevant oxygen thief

News-Ticker 17.04.07

::: Na, da hat Roxy Music-Veteran Bryan Ferry ja im Welt Am Sonntag-Interview ein schönes Fass aufgemacht, als er auf sein kurioserweise "Führerbunker" getauftes Studio angesprochen wurde: "Normalerweise behaupte ich gegenüber deutschen Journalisten immer, ich würde mein Studio als mein "Hauptquart
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::: Na, da hat Roxy Music-Veteran Bryan Ferry ja im Welt Am Sonntag-Interview ein schönes Fass aufgemacht, als er auf sein kurioserweise "Führerbunker" getauftes Studio angesprochen wurde: "Normalerweise behaupte ich gegenüber deutschen Journalisten immer, ich würde mein Studio als mein "Hauptquartier" bezeichnen. Das ist weniger verfänglich. Aber die Art und Weise, wie sich die Nazis inszeniert und präsentiert haben, meine Herren! Ich spreche von den Filmen von Leni Riefenstahl und den Gebäuden von Albert Speer und den Massenaufmärschen und den Flaggen - einfach fantastisch. Wirklich schön." Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, wie diese Aussagen auch in seiner Heimat England so ankamen. Deswegen ließ er heute wesentlich kleinlauter verkünden: "I apologise unreservedly for any offence caused by my comments on Nazi iconography, which were solely made from an art history perspective. I, like every right-minded individual, find the Nazi regime, and all it stood for, evil and abhorrent." Was jetzt nicht wirklich mit "einfach fantastisch, wirklich schön" korrespondiert. Und jetzt den letzten O-Ton-Absatz nicht wieder falsch übersetzen.

::: Und nochmal aus der Abteilung "O-Töne, die man schwerlich als Missverständnis darstellen kann": Mogwai-Gitarrist Barry Burns hat all seine Energie in einen "Hate-Letter" an Rolling Stones-Gitarrist Keith "Keef" Richards gesteckt, den wir euch in seiner ganzen Länge nicht vorenthalten wollen: "Hi everyone. I just woke up to find that average blues guitar peddlar and all round unlikeable London pirate-like arsehole Keith Richard snorted his dad's ashes on a drug binge. Well done Keith, you talentless publicity hungry horrible prick of the highest order. He then goes on to say modern bands are a load of old crap. Right, but can we really listen to the opinions of a nasal cannibal? Keith, your band are possibly the worst band in the history of human events, worse even than Placebo and The Reynolds Girls combined. Your posh English singer sings with an American accent about a load of old American prostitutes he met once and your guitar licks are Grade F. The sooner you die the quicker my Ladbrokes bet comes in between you and McCartney you old dick. I hope you kick the bucket in the most humiliating of ways, like on the toilet and then being eaten by your own dog. Stop living and give us peace you attention seeking non relevant oxygen thief." Liebe Grüße auch von uns.

::: Wenn man sich diverse Tickermeldungen so durchliest, kann man zu der Annahme gelangen, Arcade Fire-Frontmann Win Butler sei dem Tode noch mal gerade so von der Schippe gesprungen. In Wahrheit kurierte er in der Heimat Kanada eine schwere Bronchitis aus, bei der er aber tatsächlich auch einen operativen Eingriff über sich ergehen lassen musste, was ihn letztlich zur Tourabsage in Europa zwang. Vom Krankenbett aus schreibt er jetzt: "Just wanted to let you all know that the surgery was successful, and I am recovering nicely. Thank you for all of your thoughts and emails. I will probably start singing again this week some time to try and get ready for the shows in North America. It has been a blessing in disguise to be forced to stay home and read, and sleep (pick up Cormac MCarthy's 'The Road' if you are feeling like a little post apocalypse...don't let the Oprah Book Club sticker scare you away). Regine and I have even started working on some new songs."

::: Im Zeitalter von YouPorn mutet das vormals als 'Lecker', dann als 'Glück' und schließlich als 'Jungsheft' deklarierte DIN-A5-Format der beiden Kölnerinnen Elke Kuhlen und Nicole Rüdiger wie ein Anarchronismus an, allein die so lapidare wie selbsterklärende Unterzeile "Pornoheft für Mädchen" deutet schon an, dass hier weitaus spannenderes aufeinander trifft, als (siehe oben) Web 2.0 und Schmuddel-Pornografie: Porno in Indieästhetik, im Fanzine-Format, mit DIY-Anspruch, netten Jungs mit (halb-)erigierten Penissen und vor allem eben: Für Mädchen, und daher losgelöst von der vor- und beherrschenden Hochglanz- oder Digicamausprägung irgendwo im kleinen Raum zwischen Beischlafdarstellung, Cumshot und Gangbang. Seit dem 01.04. gibt es nun Ausgabe 4 und mit der Premiere des 'Giddyheftes' nun konsequenterweise endlich auch das "Pornoheft für Jungs". Alles weitere unter www.jungsheft.de.

::: Im Mordfall um Jam Master Jay gibt es neue Anhaltspunkte. Ronald Tinard Washington hat in einer Untersuchung zu einem anderen Fall eine Aussage gemacht, die möglicherweise Licht in den Fall JMJ bringt. Bislang ist von Washingtons neuer Aussage nur bekannt, dass er nun damit rechne, als Mittäter angeklagt zu werden. Bei einer Untersuchung zum Fall JMJ hatte er ausgesagt, Karl "Big D." Jordan und seinen Sohn, Karl "Little D." Jordan Jr. seien kurz vor dem Mord in das Studio gegangen.

::: Steve Malkmus ist gerade mitten in Aufnahmesessions mit seiner Band The Jicks (zu denen jetzt auch die ehemalige Schlagzeugerin von Sleater-Kinney, Janet Weiss, gehört). Er schreibt, "Basic tracks for album committed to tape. Album track in Northern Montana- 67.4685% completed...Looks to be done sometime in late June." Bei Matador dränge man auf ein Veröffentlichungsdatum Anfang 2008.

::: Die famosen und bereits Intim-gestählten Cold War Kids können nicht genug vom Touren bekommen. So kommen sie noch mal in unsere Breiten, zu diesen Daten:
03.05. Köln, Gebäude 9
10.05. Hamburg, Knust
11.05. Berlin, Kalkscheune
12.05. Wien (A), Flex
16.05. München, Atomic Cafe

::: Und wieder eine Verlosung. Drei Mal gibt es das aktuelle Album 'Public Warning' von Lady Sovereign unter euch zu verteilen. Wie? Kinderleicht! Schickt eine Mail mit den üblichen Informationen an: mick.schulz@intro.de und beantwortet diese Frage:
Lady Sovereign bezeichnet sich selbst als größten was im Business?

::: Es ist etwas passiert, wir haben (noch) nicht darüber berichtet, aber ihr wisst schon Bescheid oder habt da so eine Ahnung? Schreibt einfach eine Mail an news@intro.de. Wie die Staureporter im Radio.