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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Def Jux, Justin Timberlake und Marilyn Manson

News-Ticker 16.08.05

::: HipHops in letzter Zeit etwas schwächelnde Indie-Hoffnung Def Jux veröffentlicht jetzt eine DVD mit dem angemessen opulenten Namen "Little Movies, Big Noises: The Complete Definitive Jux Music Video DVD Collection". Muss wohl kaum erwähnt werden, dass das eine tolle und überaus empfehlenswerte
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::: HipHops in letzter Zeit etwas schwächelnde Indie-Hoffnung Def Jux veröffentlicht jetzt eine DVD mit dem angemessen opulenten Namen "Little Movies, Big Noises: The Complete Definitive Jux Music Video DVD Collection". Muss wohl kaum erwähnt werden, dass das eine tolle und überaus empfehlenswerte Zusammenstellung ist, die noch allerhand Candies beinhaltet wie Mr.Lif-Liveperformance und ein paar Making-Ofs. Der Gimmick: mittels eines Programms namens UMIXIT kann der Zuschauer die Werke von El-P, RjD2, Mr. Lif und Cage remixen. Und sich Hoffnungen machen, die Welt noch aus den Angeln hebeln zu können mit seinem ganz eigenen musikalischen Talent.
01 El-P - Deep Space 9mm
02 RjD2 - The Horror
03 Mr.Lif - Live From The Plantation
04 El-P - Stepfather Factory
05 Murs - Risky Business
06 C-Rayz Walz - Buck 80
07 C-Rayz Walz - 3 Card Molly
08 Aesop Rock - No Jumper Cables
09 Aesop Rock - Freeze
10 RjD2 - Exotic Talk
11 Murs - Bad Man
12 Hangar 18 - Where We At
13 Murs - Hustle
14 RjD2 - 1976
15 Aesop Rock - Fast Cars

::: Es ist schon ein Kreuz, woran manche Karrieren zerbröseln können. Ein sicherlich extrem begabter Reimer wie O.C. beispielsweise hatte nie Glück. Dabei war sein Start noch gelungen: als Mitglied der absolut krediblen D.I.T.C.-Posse (mit u.a. Show, Diamond, Lord Finesse oder Fat Joe) waren die Erwartungen immer hoch. Vor mittlerweile elf Jahren entstand so O.C.´s "Time´s Up", ein Meilenstein bis heute. Doch Labelstreit und schlechte Promotion ließen den aufgehenden Stern wieder versinken. Auch sein "Starchild" vom Anfang diesen Jahres war ein tolles Album - verkauft hat es sich trotzdem nicht. Jetzt wechselt O.C. zur umtriebigen Hieroglyphics-Crew (z.B. mit Del oder Souls of Mischief) und äußert sich entsprechend: "Knowing my history and work ethic, Hiero said to me 'We don't have to baby sit you, just do your thing.' Now, how many labels do you know of that say that to their artists? The cats from Hiero experienced the same music industry bulllshit as me. They were smart and established their own company back in the mid 90's and have been steadily growing ever since." Das neue Album soll schon am 1. November erscheinen.

::: Harald Schmidt hält die Nase schräg in den Wind. Er bietet ab heute jeden Dienstag im iTunes Music Store seine Show als "iSchmidt" im Podcast-Format an. Jede Folge soll 99 Cent kosten, zumindest heute sind nur zehnminütige Ausschnitte zu erwerben. Damit wird natürlich auch eine Tür aufgestossen: bis dato sind Podcasts kostenfreie Vergnügungen. (Wer sich inhaltlich informieren möchte, kann sich den gewohnt achso spitzzüngigen Kommentar im Spiegel antun.) Daher zu Recht auch noch folgende Meldung: RapidSolution Software stellt ihren PodSpider kurzfristig kostenlos zur Verfügung. Dieses Produkt sucht Podcasts im Netz und gilt als direkte Konkurrenz zu iTunes.

::: Justin Timberlake kündigt sein neues Album an, nachdem er sich einelängere Auszeit genommen hatte. In der letzten Zeit war er ja vor allem als Schauspieler aufgetreten: in "Edison" mit Kevin Spacey und in "Alpha Dog" mit Bruce Willis. Jetzt widmet er sich also wieder der Musik. Der 24-Jährige hat sich mit Matt Morris zurückgezogen, der auch schon für Christina Aguilera arbeitete. Die beiden sind bereits seit langem befreundet und so kam es auch zu den Änderungen im Stil. MTV gegenüber erzählte Morris, die Themen auf dem Album seien so persönlich, dass darüber nur mit engen Freunden oder Therapeuten geredet werden könne. Musikalisch scheint sich auch eine Grenzerweiterung anzudeuten: R&B, Southern Rock, Popmusik. Das sind die Stile laut Morris, die er zusammen mit Justin abdeckt. Das Material - 15 bis 20 Songs - kann dann entweder auf seinem eigenen Solo-Album enden oder eben auf Justins. Die beiden wollen demnächst ins Studio gehen, um mit den Aufnahmen zu beginnen.

::: Edwyn Collins ist nach seinem sechsmonatigen Krankenhausaufenthalt wegen einer Gehirn-OP wieder Zuhause, gesund und munter und sogar schon eine Woche früher als erwartet (wir berichteten). Auf seiner offiziellen Homepage lässt er wissen: "How are you doing? I'm fine, thank you. Home again, thank God. I have many new goals to achieve and a lot of work, but we'll get there in the end." Und gerührt von den vielen Zuschriften seiner Fans: "Grace [seine Frau] showed me your messages and cards. I was out for the count the first weeks, but thank you for all the support. I don't know what to say. Talk again soon, Edwyn."

::: Religiöse Gruppen laufen Sturm gegen das am 22. August stattfindende Marilyn Manson-Konzert in der kroatischen Stadt Pula. Lyrics und Image des Schockrockers seien satanistisch und förderten Drogenmissbrauch und Gewalt. Die evangelische Organisation Oaza besteht auf die Absage des Konzerts, sieben katholische Pfarrer boten dem Veranstalter eine Entschädigung an, wenn er das Konzert cancelt. Ausgerechnet ein katholischer Priester schlägt sich auf Mansons Seite. "How could Manson turn young people into Satanists and drug-addicts in the two hours of his act", zitiert die Tageszeitung 'Vjesnik' Pastor Anton Bobas. Die Kritiker sollten sich erst einmal mit Mansons Songtexten auseinander setzen. Und Pastor Anton muss es wissen, ist er doch selbst Kopf einer Heavy Metal-Band. Sein Lieblingskonzert war übrigens: Marilyn Manson, Hamburg, Germany, 2002.

::: Bei einem Konzert in Washington lüftete Garbages Shirley Manson mal kurz ihre Brüste zum Amüsement ihres männlichen Publikums. Als sie daraufhin Polizisten von der Bühne zerrten, fanden die Fans das bestimmt nicht mehr annähernd so amüsant und guckten für kurze Zeit wohl etwas erschrocken aus der Wäsche. Aber die ganze Sache war viel harmloser als befürchtet: Manson trug lediglich einen fleischfarbenen Büstenhalter und die Polizisten waren nur Schauspieler. Die Inszenierung diente dem Video zu 'Sex Is Not The Enemy' und Produzentin Sophie Müller filmte den Vorfall mit einem Camcorder aus Publikumsperspektive.