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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

There's no enlightenment

News-Ticker 15.06.07

::: Huch. Derartiges Austeilen ist man von Rufus Wainwright doch sonst nicht gewohnt. Im Interview mit dem Spin Magazine erteilte er Beyoncé Knowles jetzt eine markige Abfuhr: "I'm really sick of Beyonce. All of her songs are formulaic and produced in the basest way. There's no enlightenment
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::: Huch. Derartiges Austeilen ist man von Rufus Wainwright doch sonst nicht gewohnt. Im Interview mit dem Spin Magazine erteilte er Beyoncé Knowles jetzt eine markige Abfuhr: "I'm really sick of Beyonce. All of her songs are formulaic and produced in the basest way. There's no enlightenment. Like most mainstream pop these days, it's more of a scientific experiment than an artist experience. But hey, it's your life, you know." Erleuchtung freilich und da geben wir dem gut aussehenden Herrn Recht, findet man aber in der Tat auf seinem neuen Album 'Release The Stars'.

::: Längere Zeit nicht gehört von Anders Wendin aka Moneybrother. Der Schwede hat den Sprung von Burning Heart rüber zum Major Columbia / Sony BMG geschafft/gewagt und veröffentlicht Ende August sein neues und drittes Studioalbum 'Mount Pleasure'. Beziehungsweise viertes, rechnet man sein ausschließlich in Schweden erschienenes Muttersprache-Album 'Pengabrorsan' mit. Vorab gibt's die Single 'Just Another Summer' (VÖ: 27.07.07)

::: Element Of Crime-Kopf und 'Herr Lehmann'-Autor Sven Regener kommt so gar nicht klar auf diejenigen, die anlässlich des letzte Woche zu Ende gegangenen G8-Gipfels vergangenen Freitag beim Rostocker "Deine Stimme gegen Armut"-Konzert ihre Betroffenheitsgesichter aufsetzten. Also namentlich Bono und Herbert Grönemeyer, denn die anderen sind z.B. den ARD-Verantwortlichen ja auch egal gewesen. Gegenüber dem österreichischen Jugendmagazin chilli.cc sagte Regener: "Was ist das überhaupt für eine Politik, einfach gegen Armut zu sein? Es steht ja keiner auf und sagt: Hey, ich bin aber für Armut, ich finde das geil! Wenn das Politik ist, dann ist das Politik von Aldi!" Er verstehe nicht, warum Herbie und Bono "auf einmal politisch schlauer als der Tischler von nebenan sind". Was jetzt Worthülsen mäßig nicht unbedingt weit über einem Sabine Christiansen-Auftritt von Herbie oder Bono liegt.

::: Die schottischen Gitarren-Zausel The Fratellis haben David Beckham einen Korb verpasst: 'No fucking way', war die klare Antwort auf das Angebot, den offiziellen Song für Beckhams erstes Spiel bei L.A. Galaxy zu liefern. Natürlich wäre eine Schrammel-Version des Beatles-Klassikers 'Hello Goodbye' ihrer Karriere nicht abträglich gewesen. Aber vor den Karren des Glamour-Kickers wollen sich die Kommerz-Verächter nicht spannen lassen: 'We've turned down a huge list of ridiculous things like that', rotzt Frontmann Jon Fratelli auf nme.com. 'We're not a bunch of travelling salesmen. If we don't get successful on our own terms then we won't do it at all.'

::: Für Noel Gallagher gehören Pop und Fußball trotzdem zusammen, weiß contactmusic.com. Der Oasis-Chef will seinen Heimatclub Manchester City kaufen. Die Idee kam ihm, als der Verkauf des Vereins an den ehemaligen thailändischen Premierminister Thaksin Shinawatra platzte. 'I'm thinking of mounting a hostile takeover' spaßt Gallagher. 'Me and (M-People founder) Mike Pickering. I reckon we could scrape together about 400.000 British Pounds in cash and I reckon we would get it for that.'

::: Bei 70er-Jahre-Rockern nennt man so etwas wohl Supergroup: Unter dem Namen House & Parish haben sich vier alte Bekannte des Emo-Zirkus der ersten Stunde zusammengetan: Jason Gnewikow von The Promise Ring, Scott Winegard von Texas Is The Reason, Brian Malone von The Gloria Record und John Herguth von The Love Scene haben schon die ersten Songs auf ihrer MySpace-Seite.

::: Jamie Hewlett, Artdirector der Gorillaz, hat sich ein neues Betätigungsfeld gesucht: Der Comiczeichner hat für den Sex-Spielzeug-Hersteller Jimmyjane die Edel-Vibrator-Serie 'Ultimate Members' designt. Motive sind aber (leider) nicht die Gorillaz selbst, sondern Figuren aus dem Londoner Edel-Club Kabaret's Prophecy mit fantasievollen Namen wie 'Omaha Hi-Lo' und 'The Honorable Vane Sackful Smythe'. Die bunten Stahl- oder Platin-Pimmel sind auf jeweils 1500 Stück limitiert und kosten 275 US-Dollar einzeln und 1650 US-Dollar im Komplett-Paket.

::: An die epochale Bedeutung der Pixies konnte Charles Michael Kittridge Thompson IV aka Frank Black aka Black Francis als Solokünstler nie so ganz anschließen – bzw. gar nicht, um ehrlich zu sein. Kein Wunder, bei dem Vergleich würde so ziemlich jeder verlieren. Dabei macht der eigenbrötlerische alte Brummbär seit Jahren konstant soliden Gitarren-Knarz mit immer deutlicherem Alt-Country- und Soul-Einschlag, anstatt sich nur im Abglanz seiner Heydays zu sonnen. Den Beweis dafür liefert Black Francis, wie er sich jetzt wieder nennt, im Doppelpack: Ab heute mit seiner persönlichen Nabelschau '93-03' und ab 31.08. mit seinem neuen Album 'Bluefinger'. Als Vorgeschmack auf das neue Material gibt’s den Song 'Threshold Apprehension' als Hidden Track auf '93-03'. Intro verlost fünf Vinyl-Singles von 'Threshold Apprehension'. Schreibt eine Mail an verlosung@intro.de.

::: Mundpropaganda: Unsere Berliner Intro-Mitarbeiter besprechen ihre persönlichen Platten der Woche im Videoblog bei den Kollegen von watchberlin. Festivalguide-Chefredakteur Boris Fust lässt eisern Kopf und Lunge rauchen.

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