×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Guns N\' Roses, MTV, Slick Rick, Afrob & Samy Deluxe, Waterboys

News-Ticker 10.12.2002

Die Tourabsage von Guns N' Roses hatte sich gestern bereits angekündigt, jetzt scheint es offiziell: Ohne eine Begründung hat die Band ihre Nordamerika-Tour vorzeitig beendet. Ob und wie es mit Guns N' Roses weitergehen wird ist noch unklar. +++ Bono, Macy Gray und Shaggy werden am 2. Februar auf
Geschrieben am

Die Tourabsage von Guns N' Roses hatte sich gestern bereits angekündigt, jetzt scheint es offiziell: Ohne eine Begründung hat die Band ihre Nordamerika-Tour vorzeitig beendet. Ob und wie es mit Guns N' Roses weitergehen wird ist noch unklar. +++ Bono, Macy Gray und Shaggy werden am 2. Februar auf Robben Island vor der südafrikanischen Küste ein Benfizkonzert spielen. Es wurden darüber hinaus auch Michael Jackson, Sting, Bruce Springsteen, Bob Dylan, Elton John und Janet Jackson kontaktiert. Ziel ist es, Aufmerksamkeit auf die Aids-Opfer Afrikas zu lenken und Geld für die Kranken zu sammeln. Nelson Mandela war auf Robben Island 18 Jahre inhaftiert gewesen. +++ Seit langem schon kursierten Gerüchte, dass MTV überlege, seine Deutschland-Zentrale von München nach Berlin zu verlegen. Gestern nun wurden entsprechende Berichte der Zeitungen "Welt" und "Berliner Morgenpost" bestätigt. Bislang verteilt sich MTV Deutschland auf die Orte München, Berlin, Hamburg und London. Ziel des Umzugs sei es, das Unternehmen bis Anfang 2004 in Berlin zu konzentrieren, heißt es in dem Bericht. +++ Die Veranstalter des Glastonbury Festivals haben davor gewarnt, Tickets bei unautorisierten Webseiten zu kaufen. Einige Webseiten verkauften demnach schon Karten, obwohl der Vorverkauf erst im März beginnen soll. Michael Eavis, Organisator des Festivals, äußerte sich zu einem speziellem Fall: "As this site has no tickets there is no possibility that money you would pay over - which seems to include an exorbitant mark up - would go to the good causes that the Glastonbury Festival supports." +++ Für das Splash Festival 2003 haben sich Afrob und Samy Deluxe einen gemeinsamen Auftritt angemeldet. Unter dem Namen ASD stehen die beiden zusammen auf der Bühne. +++ Bei der diese Woche startenden Tahiti 80-Tour sind Nova International als Support gebucht worden. Hier die Daten: 13.12.02 Köln-Gebäude 9; 15.12.02 München-Feierwerk; 16.12.02 Berlin-Knaack; 17.12.02 Hamburg-Logo. +++ Berichten zufolge werden die Waterboys in England ein neues Album aufnehmen. Eine Veröffentlichung ist für den Juni geplant. +++ Und noch eine Wiedergeburt gibt es zu vermelden: Living Colour haben bei Sanctuary Records unterschrieben. Zur Zeit steckt die Band in den letzten Arbeiten zu einem neuen Longplayer, der im Frühjahr erscheinen soll. +++ Vex Red hingegen sind froh, aus ihrem Vetrag mit der Virgin entlassen worden zu sein. Es heißt die Band sei "extremely happy to be out of such a clusterfuck of a situation". Zur Zeit arbeiten Vex Red mit dem Produzenten Ross Robinson an einer zweiten LP, die im Sommer bei einem noch nicht bekannten Label erscheinen soll. +++ Für sein Projekt Year Of The Rabbit hat der frühere Failure-Sänger Ken Andrews einen Plattenvertrag unterzeichnen können. Das bereits fertige Debütalbum der Band soll im Laufe des kommenden Jahres bei Elektra erscheinen. +++ Seit einiger Zeit schon lässt Yoko Ono ältere Songs von sich und John Lennon von Danceproduzenten remixen. Als nächstes Stück wird "Walking on Thin Ice" von Rui da Silva überarbeitet. +++ In Norwegen hat am Montag der Prozess gegen Jon Lech Johansen, auch bekannt als "DVD Jon" oder "DeCSS Jon", begonnen. Johansen hat ein ein DVD-Kopierprogramms namens DeCSS entwickelt und wurde deswegen angeklagt. Der Prozess ist zunächst auf fünf Tage angesetzt, ein Urteil wird erst in einigen Wochen erwartet. Die Polizei klagt Johansen nach Paragraf 145[2] an, der den Einbruch in Systeme im Besitz Dritter für die Informationsbeschaffung verbietet. Das Gesetz verbietet auch das Umgehen von Sicherungen zur rechtswidrigen Beschaffung von Daten. Vor zwei Jahren hatte die norwegische Wirtschaftspolizei nach einem Hinweis der US-Filmindustrie die Wohnung der Familie gestürmt, zwei PCs beschlagnahmt und Johansen sieben Stunden lang verhört. Der Norweger war zu diesem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm zwei Jahre Haft. +++ Mandy Aragones, die Frau von Slick Rick hat ein Statement veröffentlicht, mit dem sie sich gegen die Abschiebung des HipHoppers aus den USA wehrt. Die INS (Immigration And Naturalization Service) setzte kürzlich vor Gericht durch, den gebürtigen Briten Slick Rick bei Bedarf sofort ausweisen zu können. Den Einspruch von Ricks Rechtsanwalt lehnte der zuständige Richter bereits ab. Der seit 26 Jahren in Amerika lebende Slick Rick alias Rick Waters hatte vor einem halben Jahr bei einer Bootsfahrt kurz die Hoheitsgewässer der USA verlassen. Das interpretierte die INS als Aus- und Wiedereinreise. Seitdem saß er wegen einer früheren Vorstrafe in Miami in Abschiebehaft. Hier das Statement von Aragones in voller Länge:

"Though we have appealed numerous times and advocated both publicly and privately for the INS to drop their deportation order against Slick Rick, we are facing the very real possibility that Slick Rick will be deported from the country at a moment's notice.

The INS has treated Rick unfairly throughout this process, and in my opinion has abused their authority in this matter. They are continuing to harass Rick, while unjustly holding him without bond. This past Wednesday, Rick was made to sign a passport application, something he had been refusing to do as it is a crucial step in removing him from the country. INS officers confronted Rick with the option of signing the application or facing the possibility of being moved to a jail for "uncooperatives," from which he could be deported at the drop of a hat, even without a passport. In order to not take that particular risk, Rick signed the application.

The INS is showing no signs of changing their minds, but neither are we. We are not taking this lying down. We are continuing to fight this case and appeal to the INS that they have targeted someone who is a credit, not a threat, to American culture. Ricky Walters built his life here in the United States of America, and, through his music, he made life here in the United States of America more enjoyable and exciting for many people.

We are saddened about the possibility of Slick Rick being deported, and about the way his case has been handled, but no one is more heartbroken than Rick himself. For that reason, we have to continue to fight for him until the end. Ricky Walters is a law abiding, well-loved person in American culture. For the INS to send him away is for them to say they care nothing about the American constituency that they serve.

I am urging everyone who loves Slick Rick to call The White House at 202.456.1111 in an joint effort with the Hip Hop Summit Action Network to call upon the President to take executive action to stop INS from deporting Rick."