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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit The Bravery, Yeah Yeah Yeahs und Sigur Ros

News-Ticker 05.07.05

::: Eine Extrem-Eilmeldung: das in der Batschkapp (Frankfurt) geplante Konzert von The Bravery fällt heute abend aus! Die Band hatte auf dem Weg nach Deutschland einen Auto- bzw. Busschaden in Frankreich. Das hat sie im Zeitplan soweit zurückgeworfen, dass sie erst nach 23 Uhr in Frankfurt eintreffe
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::: Eine Extrem-Eilmeldung: das in der Batschkapp (Frankfurt) geplante Konzert von The Bravery fällt heute abend aus! Die Band hatte auf dem Weg nach Deutschland einen Auto- bzw. Busschaden in Frankreich. Das hat sie im Zeitplan soweit zurückgeworfen, dass sie erst nach 23 Uhr in Frankfurt eintreffen würden. Ein Nachhol-Termin ist in Planung aber noch nicht definitiv. Tickets also aufbewahren - sie verlieren natürlich nicht ihre Gültigkeit.

::: Die Yeah Yeah Yeahs werden wohl auf ihrer nächsten Platte eine gehörige Richtungsänderung vornehmen. Wer den Sound von 'Fever to tell' noch im Ohr hat - vergesst ihn. Angeblich soll eine folkige Richtung eingeschlagen worden sein. Die Aufnahmen selbst haben zwar angeblich noch nicht begonnen, so meldet Pitchforkmedia.com, sollen aber auf jeden Fall im Herbst abgeschlossen sein. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum, auf dem die Songs über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden, wurde wohl dieses Mal konzentrierter gearbeitet. Karen O. sagte dazu: "There was definitely more of a sense of urgency with the last record-- we'd wanted a really high energy level. This record by no means is urgent. It comes out when we're ready to put it out, hopefully. We're trying to be a little more patient with it, and we're trying to raise the bar a little bit, too. We've never taken on a studio album with the Yeah Yeah Yeahs before and it's this totally different writing process for us, so we're kind of seeing what we need to do as we go along." So oder so beruhigend zu hören, hieß es doch immer mal wieder, Karen O. sei ausgebrannt und das Ende der Yeah Yeah Yeahs nicht mehr aufzuhalten.

::: Starsailor würde man wohl nicht unbedingt textliche Ambitionen unterstellen. Auf dem Nachfolger von 'Silence is Easy', den sie noch in diesem Jahr rausbringen wollen, hat sich jedoch etwas geändert. Sänger James Walsh sagte im Interview: "The new record is more outward-looking, more influenced by what's going on in the world. You go into the vocal booth and think that this has got to be as pure and pristine as Rufus Wainwright and Jeff Buckley - but with the aggression and rock & roll attitude of Liam Gallagher. Trying to find that balance can be like trying to achieve the impossible, but you've got to go for it." Das ist eine nette Vorstellung. Dem guten James nimmt man die Rolle des Liam allerdings nicht so richtig ab...

::: Wir haben es ja bereits angedroht: sobald die sensationellsten Neuigkeiten hier über unseren Satelliten reinsausen, werden wir immer noch bei Live8 dranbleiben! Einer geht nämlich noch: Einer der Höhepunkte des Live 8s vor allem für spätpsychedelische Lehrer und andere vorangeschrittene Generationen war sicherlich die Zusammenführung von Pink Floyd - immerhin zwanzig Jahre lang war die Band zerstritten. Umso größer war deshalb wohl auch die Begeisterung über diese unerwartete Reunion. Nach ihrer Show scheinen die Leute alle direkt in den nächsten CD-Laden gerannt zu sein. 'Echoes: The Best of Pink Floyd' verbuchte nach ihrem Auftritt einen Verkaufszuwachs von 1343 Prozent! Auch eine andere Band, die ihre Glanzzeiten schon etwas länger hinter sich hat, profitierte enorm. The Who verkauften von ihrer CD 'Then and Now' insgesamt 863 Prozent mehr als zuvor. Ein warmer Geldregen für die etablierten Künstler. Pink Floyd-Gitarrist David Gilmore allerdings erklärte bereits, er wolle von diesem Umsatzboom nicht profitieren. Er forderte auch die anderen Künstler auf, die Zusatzeinnahmen für einen guten Zweck zu spenden.

::: Vom 07. bis zum 09. Juli findet in der Arena in Berlin (wo sonst in Deutschland?) die NOW Urban Culture 05 statt. Das Festival ist geplant als durchaus politisch zu verstehendes Statement für Clubculture, Graffiti und Street Art. Gerade durch die allgegenwärtige Kriminalisierung dieser Straßenkulturen eine wichtige Gegenstimme im rauen Klima. Zu dieser Veranstaltung wurden einige ordentliche Brocken gewonnen: so plant der Obskuro-House-Produzent Matthew Herbert die Aufführung seines 'Plat du jour' - in einer Deutschlandpremiere. Außerdem werden Funkstörung und Marc Weiser vom Rechenzentrum Fritz Langs 'Frau im Mond' vertonen. Der Besuch der Website lohnt sich fürs genaue Programm:'www.now05.de'.

::: Das neue Album von Sigur Ros kommt aller Wahrscheinlichkeit nach endlich im September. Laut der offiziellen Website der Band ist ein Großteil der 11 Songs des immer noch unbetitelten Albums auf isländisch gesungen - nicht zu verwechseln mit Jonsi Thors bereits zum Einsatz gekommenen eigenen Sprache 'Hopeländisch'. Die erste Single, bis dato ebenfalls ohne Titel, kommt im August. Außerdem heißt es, das die neuen Songs 'Gong' und 'Milano' schon live zum Einsatz kommen. Live gibt es Sigur Ros auch hierzulande, und zwar dort (wer's noch nicht weiß):
17.07. Hamburg, Stadtpark
19.07. Frankfurt, Jahrhunderthalle
20.07. Berlin, C-Halle
22.07. München, Circus Krone

::: Alicia Keys kehrt als frischgebackene Best Female R&B Künstlerin von den BET Awards in LA zurück nach New York um an ihrer neuen LP, einem Unplugged Album, weiter zu arbeiten. Die Tracklist besteht zum Teil aus Songs ihres Diary-Albums, den größten Reiz aber machen natürlich die neue Tracks aus. Mtv.com zitiert eine begeisterte Alicia: "I'm creating about three or four new songs, and I'm really excited about putting that together. I'm going to tape it in July and it's going to be released in October. ... One of [the tracks] is kind of classic me. Another one is like a fusion of blues-rock and soul. It's crazy! And the other one I'm thinking of doing is this particular remake that I'm not going to tell you about yet, because I don't want to say it and then it doesn't happen." Wenn das geschafft ist und die Puste noch nicht aus, stehen direkt im Anschluss schon das dritte Studioalbum und das zweite Buch nach 'Tears for Water' auf der Agenda.

::: Greg Whiteley, ein Freund des vor einem Jahr verstorbenen Arthur 'Killer' Kane versucht sich als Filmemacher mit einer Dokumentation über Kanes zwar kurzlebigen, aber doch sehr einflussreichen Band. 'New York Dolls' konzentriert sich auf das letzte Jahr, auf die Bandreunion sowie Kanes Abschied, und soll eine Interpretation vom Leben nach dem Ruhm darstellen. Für den Release via Independent Pictures wird Oktober angepeilt.