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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Soft Ware«

Newmen

Tanzbar, ruhig und schwebend: Die zweite LP der Frankfurter Newmen bietet unaufgeregten Wave-Electro-Pop. Leider kann darauf unaufgeregt stellenweise auch mit »nicht aufregend« übersetzt werden.

Geschrieben am

Auf ihrer zweiten LP begeben sich Newmen wieder in Gefilde von 1980er-Synthie- und Wave-Pop und paaren sie mit Indie-Gitarreneinwürfen. So beginnt »Finish Fetish« mit Tabla-Sounds und einem einlullenden Beat, über den sich im Laufe von mehr als sechs Minuten eine Fülle von Sounds legt. Auf »Trivial Pursuit« wird als weitere Komponente ein schwebend-leichter Gesang hinzugefügt. Dieses Konzept führen Newmen über die gesamte Spielzeit weiter. Als Referenzen zieht die Band Kraftwerk und Air heran, was besonders im wunderschönen, von einer Gitarre getragenen Album-Highlight »Velo« zu hören ist. Doch den neuen Männern gelingt es nur teilweise, dieses Level zu erreichen.

Zwar wollen sie explizit aktuelle Popmusik und den Mainstream ad absurdum führen, doch der Ansatz erschließt sich beim Hören kaum. Das Album wirbt mit »unaufgeregt komplexen« Kompositionen, diesem Statement kann man aber nur teilweise zustimmen. »Unaufgeregt« passt zwar, komplex sind die Tracks jedoch höchstens in den sich aufbauenden Soundschichten über die grundlegenden Beats. Mit einer Spielzeit von einer Stunde wirkt das zu oft eintönig und belanglos. Einzelne Songs können in Indie-Clubs durchaus grandios ankommen, in der Summe ist »Soft Ware« aber nichts, was man sich häufiger zu Hause anhören würde.

NEWMEN

Soft Ware

Release: 04.05.2018

℗ 2018 ferryhouse productions GmbH & Co. KG