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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Aufeinander treffende Welten

New Fall Festival

Popmusik zieht in die heiligen Hallen der klassischen Musik. Get-Well-Soon-Mastermind Konstantin Gropper berichtet.
Geschrieben am
Die Spielstätten des New Fall Festivals, die Tonhalle und der Robert-Schumann-Saal, sind eigentlich für klassische Musik konzipiert und zählen zu den akustisch besten Räumlichkeiten hierzulande. Der Kommentar unseres Tontechnikers: »Es ist eigentlich eine Schande, hier verstärkt zu spielen!« Obwohl solche »Hochkulturtempel« samt Samtbestuhlung immer etwas Respekt einflößen, war die Stimmung letztlich sehr ausgelassen. The rheinische Frohnatur beats the Elfenbeinturm! Helau! Als Künstler wie als Zuschauer freue ich mich immer sehr über Konzerte in solch imposanter Atmosphäre. In klassischen Spielstätten fallen übrigens »hinter den Kulissen« folgende Unterschiede zum »herkömmlichen« Club auf: »Backstage« heißt »Garderobe«, es gibt Saftflaschen im 0,2l-Format, wie man sie sonst nur von Vorstandssitzungen kennt, und an den Wänden finden sich auffallend wenig Edding-Zeichnungen erigierter Penisse. 

Im Idealfall eröffnen solche Festivals neue Horizonte: dem Stammpublikum des Etablissements musikalische und dem Stammpublikum des darbietenden Künstlers architektonische. Ist doch toll! Genau wie das Programm des New Fall Festivals jedes Jahr!

29.10.-01.11. Düsseldorf – Alligatoah & Rheinbrass, Andreas Dorau, Apparat, Aurora, Balthazar, Bergfilm, Bernhoft, Boy, Bukahara, Chassol, Curtis Harding, Helge Malchow, Hundreds, Keshavara, Kitty, Daisy & Lewis, Malky, Marianne Faithfull, Mine, Mmn, Olli Schulz, Patrice, Rationale, Roseau, Thees Uhlmann, Two Gallants, Wellness, Woman u. v. a.