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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Given To The Rising

Neurosis

San Francisco again! Drei Jahre ist es her, dass „The Eye Of Every Storm“ eher zwiespältige Meinungen in der Neurosis-Community hervorrief. Zu sphärisch, zu ruhig, zu wenig intensiv. Einfach nicht die verdammten Neurosis, die in einem dieses ganz spezielle rauschhafte Gefühl des Berstens erzeugten.
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San Francisco again! Drei Jahre ist es her, dass „The Eye Of Every Storm“ eher zwiespältige Meinungen in der Neurosis-Community hervorrief. Zu sphärisch, zu ruhig, zu wenig intensiv. Einfach nicht die verdammten Neurosis, die in einem dieses ganz spezielle rauschhafte Gefühl des Berstens erzeugten. Ja, dunkel waren sie immer noch, aber dieses ganz besondere Etwas, das Alben wie „Enemy Of The Sun“ oder „Through Silver In Blood“ innehatten, schien ad acta gelegt zu sein. Aber dem Wahn sei Dank: „Given To The Rising“ besitzt wieder diese eindrucksvollen Momente, in denen man innerlich erschaudert und die tiefe Verzweiflung und Agonie, aber auch absolute Euphorie ausdrücken. Wenn das brutale „Fear And Sickness“ in das anfangs harmonische „To The Wind“ übergeht, merkt man außerdem, was für eine musikalische Bandbreite Neurosis mittlerweile beherrschen. Neurosis verstören in ihrer verstörten Welt, legen den Finger schmerzhaft in die Wunde und drehen ihn zehnmal herum. Jeder Song ein wohlig-intensiver Schmerz, dem Steve Albini mit seiner Produktion den letzten Schliff verpasst hat.