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Neun neue Wege zu kaltem Bier

Warmes Bier hilft angeblich gegen Erkältung, schmeckt aber suboptimal. Das muss nicht sein. Ein paar Kniffe helfen gegen das alte Leid und sorgen auch unter sengender Sommersonne für kühles Nass.
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Warmes Bier hilft angeblich gegen Erkältung, schmeckt aber suboptimal. Das muss nicht sein. Ein paar Kniffe helfen gegen das alte Leid und sorgen auch unter sengender Sommersonne für kühles Nass.



Sockenkühlung
Socke in Wasser tränken, über Bierflasche ziehen und in die pralle Sonne stellen. Das Sockenwasser verdunstet und produziert dabei Verdunstungskälte – ein Prinzip, nach dem auch Kühltürme funktionieren.















Düngerkühlschrank
Im Gartenfachmarkt besorgt man sich eine größere Menge Kalkammonsalpeter, einen Stickstoff dünger. Zehn Kilogramm sind für etwa sechs Euro zu haben. Den Dünger mischt man im Verhältnis 2:1 mit Wasser. Aufgrund einer chemischen Reaktion kühlt das Wasser stark ab. Eine Flasche Bier, die man in die Dünger-Wasser-Mischung stellt, lässt sich so auf etwa zehn Grad abkühlen.






Kühlbox
Vor der Abfahrt Bierdosen im Gefrierfach auf circa 0 Grad kühlen. Keine Flaschen benutzten, die platzen! Die Dosen werden in einer Kühltasche mit ausreichend Kühlakkus transportiert. Bei Ankunft einen Teil der Dosen in eine zweite, leere Kühltasche umpacken. Diese Kühlbox mit einem nassen Handtusch abdecken und in die Sonne stellen. Die Verdunstungskälte des nassen Handtuchs hält die Kühlbox auf Temperatur.






Erdkühlung
Auf dem Campingplatz ein großes Loch graben, das ausreichend Bierflaschen fasst. Das Loch sollte etwa einen halben Meter tief sein. Aus Erde und Gras wird eine Abdeckung gebastelt, die möglichst dicht abschließen muss. Unter diesem Deckel bleibt das Bier im Erdreich auch tagelang bei angenehmer Trinktemperatur.










Trockeneis
Bei Trockeneis handelt es sich um gefrorene Kohlensäure. Es gibt sie im leicht ergoogelbaren Fachhandel in fester Form (Schnee, Granulat, Blöcke) recht günstig (fünf Kilogramm für etwa 20 Euro). Je nach Lagerung hält sich Trockeneis etwa ein bis fünf Tage. Mit Trockeneis und etwas Wasser lässt sich Bier in Minutenschnelle herunterkühlen.







Grillkühlung
Eine kleine Mulde in sandigen Untergrund buddeln. Ein paar Bier hineinlegen und mit einer Schicht Sand abdecken. Das Ganze mit Spiritus tränken und abfackeln. Paradoxerweise wirkt das Feuer auf das Bier kühlend, weil es seine Energie aus dem
Sand holt und Wärme entzieht – das Bier wird schön kühl.
















Blitz-Freeze
Ein Bier für etwa drei bis fünf Stunden ins Gefrierfach legen, bis es sehr kalt, aber eben nicht gefroren ist. Bier öffnen. Mit einer weiteren Flasche leicht auf den Trinkwulst der geöffneten Flasche schlagen. So gefriert das Bier in Sekunden. Grund: Durch den Schlag auf die Flasche perlt die Kohlensäure aus. Der Druck in der Flasche steigt, das Bier gefriert.





Kuttereis
Gibt es im Metzgereibedarf oder im Gastrogroßhandel. Dabei handelt es sich um das gleiche Eis, mit dem Fisch in der Auslagetheke im Supermarkt gekühlt wird. Es ist preiswert, aber schwer zu bekommen. Vorteil: In einer Kühltasche hält sich das Eis locker bis zu vier Tagen.





Schichtkühlung
Eine Kühlbox mit Bierdosen füllen, wieder entleeren und die Dosen in drei gleich große Gruppen aufteilen: Ein Drittel wird im Kühlfach eingefroren. Das andere Drittel wird im Tiefkühlfach auf etwa ein Grad gekühlt, das letzte Drittel kommt ganz normal in den Kühlschrank. Nun wird die Kühlbox dreilagig befüllt: gefroren nach unten, angefroren in die Mitte, kühlschrankkalt nach oben.

Illustrationen: Jürgen Frost (juergenundich.de)

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