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Neue Rillen

Neues Vinyl von Floex & Tom Hodge, Cockney Rejects und Rito

Die Vinyl-Kolumne von Bastian Küllenberg schlägt nicht selten einen großen thematischen Bogen. In der finalen Ausgabe findet ihr daher experimentellen Jazz und Oi!-Punk.

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Floex & Tom Hodge feat. Prague Radio Symphony Orchestra »A Portrait Of John Doe« (Mercury Classics)
Bei diesem Album entspricht die Musik dem Artwork. Bei »A Portrait Of John Doe« geht es sphärisch, farbenfroh und kosmisch zu. Der tschechische Produzent Tomas Dorak alias Floex tat sich mit Pianist und Komponist Tom Hodge zusammen, um gemeinsam mit dem Prager Radio Symphony Orchestra ein sehr stimmungsvolles Album aufzunehmen. Klassische Orchester-Parts treffen dabei auf Jazz-Elemente und zurückgelehnte Trip Hop-Beats. Mal geistern weibliche Stimmen durch den Raum, an anderer Stelle glänzt die Wucht des Orchesters. In »Wednesday (Is The New Friday)« triumphieren im Intro gewaltige Streicher, bis ein dumpfer, majestätischer Beat einsetzt und es nach »James Bond«-Soundtrack klingt. Spannende Platte!

Rito »dto.« (Gustaff Records)
2017 erschien dieses Album auf CD, nun folgt die Schallplatten-Variante auf dem polnischen Label Gustaff Records auf 180 Gramm Vinyl. Das Künstlerkollektiv setzt seinen experimentellen, meditativ wirkenden Sound aus Schlagzeug, Samples und elektronischen Effekten zusammen. Die weiten Genre-Grenzen des Jazz werden von Piotr Pawlak und seinen Mitmusikern überwunden und neue Wege für ihre perkussiven Grooves gesucht.

Cockney Rejects »Out Of The Gutter« (Subkultura)
Ursprünglich wurde dieses Album nur auf CD veröffentlicht. Man schrieb das Jahr 2002 und Vinyl hatte seinen Siegeszug als Einrichtungsgegenstand im urbanen Mainstream noch vor sich. Oi! Punk war zum damaligen Zeitpunkt kaum mehr als eine Erinnerung in den kahlen Köpfen ehemaliger Straßenkämpfer. Einige Jahrzehnte zuvor hatten Cockney Rejects zusammen mit Bands wie Cock Sparrer und Sham 69 das Genre mit lärmendem Leben gefüllt, warum also nicht ein Comeback wagen? »Out Of The Gutter« klingt allerdings nur teilweise nach den unpolierten DIY-Anfangstagen, öfter wirkt die Produktion zeitgemäß dick und es herrscht breitbeiniger Schweinerock. Wer bisher kein Album von Cockney Rejects im Schrank hat, sollte daher wohl besser mit dem Zweitwerk »Greatest Hits Vol. II« von 1981 starten.

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