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Kolumne: Neue Rillen

Neues Vinyl von Eisenpimmel, Tangerine Dream und anderen

Passend zum Record Store Day am 21. April gibt es die neue Vinyl-Kolumne. Dieses Mal warten neue Platten und Re-Issues von Tangerine Dream, Eisenpimmel und anderen.

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Tangerine Dream »Miracle Mile« (Fire Records)
In Deutschland lief »Miracle Mile« unter dem wesentlich eindeutigeren Titel »Nacht der Entscheidung«. Im Film von 1988 geht es um nicht weniger, als den atomaren Weltuntergang. Diese apokalyptische Bedrohung instrumentieren Tangerine Dream mit Synthies, die an frühe Arbeiten von John Carpenter erinnern und dadurch beinahe retro-futuristisch anmuten. Das mag Ende der Achtziger nicht unvorstellbar innovativ gewesen sein, nimmt dem Soundtrack jedoch nichts von seiner Klasse. Zum Record Store Day veröffentlicht Fire Records das Album auf ansehnlichem orange-marmoriertem Vinyl.

Flamingo Tours »Lucha Libre« (Soundflat)
Den Titel erhält diese Platte von einem Wrestling-Stil aus Mexiko, dennoch handelt es sich bei »Lucha Libre« keinesfalls um ein Konzept-Album. Stilistisch servieren Flamingo Tours aus Barcelona, obgleich klar als Garagen-Band erkennbar, eine angenehme Mixtur aus Soul-Anleihen (»It’s Cheaper (Everytime I See Your Face)«), loungigem Orgel-Sound (»Savages«) und beschwingtem Rock’n’Roll (»Dance To The Devil«, »Rosita Went To Jail«). Man denke an »From Dusk Till Dawn«, Cocktails aus Tiki-Bechern und Peyote.

Eisenpimmel »Komm mal lecker unten bei mich bei« (Plastic Bomb)
Wer sich auch nur oberflächlich mit Deutschpunk beschäftigt hat, dürfte über den Namen Eisenpimmel bereits gestolpert sein. »Komm mal lecker unten bei mich bei« ist eher Schrammelpop statt Oi und so etwas wie ein Trademark-Song der Ruhrpott-Punker. »Pack mich da an wo et stinkt, dann kauf ich Pommes für uns zwei«, wer könnte diesem Angebot schon widerstehen? Die dazugehörige 7“ erschien ursprünglich 1995 und bietet außerdem dreckig-zotige Hits wie »Ich halte den Männern die Stange« und »Salmonellenpogo«.

The Night Is Still Young »King Of The Bees« (Radicalis Music)
Marco Naef arbeitete zehn Jahre an diesem Debütalbum. Oder besser gesagt: das Songmaterial sammelte sich in einer Dekade an, in der der Schweizer bei Bands wie Navel spielte. Auf »King Of Bees« sammelt Naef unter dem Projektnamen The Night Is Still Young neun Stücke dieser Phase. Nachdem die ersten beiden Lieder opulenten, an Post Rock gemahnenden Alternative Rock versprechen, wendet sich das Album mit »Here Comes The Sun« einem schwelgerischem Folk-Pop zu, der sich gelegentlich Richtung Country oder Psych Pop öffnet.

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