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Neue Platten mit Portishead, Crystal Castles und mehr!

Neu in der Post

Montag morgen, Zeit sich mal den neuen Platten zu widmen, die im Posteingang liegen.
Geschrieben am

So, das neue Heft ist im Kasten und für uns quasi schon Geschichte. Zeit, den Blick nach vorn zu wagen und mal den Posteingang zu kontrollieren. Mit neuen Platten, auf die wir teilweise doch schon so lange warten. Zum Beispiel im Falle Portishead mit 'Third'. Ich spreche leider kein spanisch, deswegen verstehe ich das Intro zu 'Silence' nicht. Außer das: "Tres", das heißt "drei".

Wir haben ja lange genug drauf warten müssen und man las vorab schon dies und das, vor allem aber nicht nur Gutes. Letztlich ist 'Third' aber genau das geworden: Ein gutes, düsteres und sperriges Album, dass an einigen Stellen blechern röhrt, als sei es in einem dunklen Kellerloch aufgenommen worden. Irgendwo ist dieser klaustrophobischen Atmosphäre kündet Beth Gibbons' Stimme von der finalen Hoffnungslosigkeit: Es wird eben doch nicht alles gut.[mp3r]

Ein gutes Stichwort für Phantom Planet: Jason Schwartzmanns Ex-Freizeit-Band hatte ja mit 'California' einen so verspäteten, wie letztlich auch nervtötenden Mainstream-Hit. Um es vorwegzunehmen: den sucht man auf dem neuen Album vergebens. Vielleicht will ich ihn auch einfach nicht finden, jedenfalls reißt mich der Posterboy-Emo-Rock dieser Band zumindest aktuell nicht mehr großartig vom Hocker.

Und was haben wir hier? Crystal Castles - 'Crystal Castles'. Die 8-Bit-Band aus Kanada wird ja derzeit als heißeste Sau durch's Dorf getrieben. Remixe für The Whip hier, für Bloc Party da. Zu Recht, dachte man mal vorsichtig, nach Genuss der ersten Tracks, die im Netz auftauchten. Auf Albumlänge (selbstbetitelt) funktionieren der Atari-Elektro-Sound nur bedingt, zumindest verläuft es sich irgendwann etwas. Mal live auschecken! Richtig Spaß macht auch die neue Platte von The Herbaliser. 'Same As It Never Was' (!K7) liest sich wie eine Art Paraphrase auf Grönemeyers 'Bleibt alles anders' und trifft den Nagel auf den Kopf: Geblieben ist die stilistische Vielfalt, irgendwo zwischen Jazz, Funk, Soul, HipHop und R'n'B, neu ist das Bandkonzept mit der nunmehr festen Sängerin Jessica Darling, die auf fünf der zwölf Tracks brilliert. Das verspielte 'Amores Bongo' klingt so wie es heißt, macht süchtig und versüßte zumindest mir die letzten Tage doch gehörig.

Last but not least: The Ting Tings - 'We Started Nothing'. They did start something, möchte man rufen. Extrem catchy Elektro-Pop des Duos aus der Joy-Division-Heimat Salford bei Manchester, funktioniert auch in Albumlänge, wobei die schon bekannten Single-Hits 'Great DJ' und 'That's Not My Name' über allem thronen.