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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Unwound From The Wood

Music A.M.

Solch schöne Platten macht man (zu dritt), weil irgendwo am entfernten Zipfel des Lebens langsam was kaputt geht. Neueste topografische Erkundungen der Düsseldorf/London-Connection: Volker Bertelmann (Hauschka), Stefan Schneider (To Rococo Rot, Mapstation) und Luke Sutherland (Ex-Long-Fin-Killie, Au
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Solch schöne Platten macht man (zu dritt), weil irgendwo am entfernten Zipfel des Lebens langsam was kaputt geht. Neueste topografische Erkundungen der Düsseldorf/London-Connection: Volker Bertelmann (Hauschka), Stefan Schneider (To Rococo Rot, Mapstation) und Luke Sutherland (Ex-Long-Fin-Killie, Autor, Autor, Autor) haben sich zum dritten Male für ein Album zusammengetan, und der erste Eindruck bestätigt dich und mich und jeden Menschen mit einer Schwäche für den Frickelbeat. Bertelmann, Schneider, Sutherland - in dieser Dreisamkeit entstehen recht feingliedrige, an rhythmischen Elementen orientierte Tracks, die weder Fisch noch Fleisch sein wollen. Weder Pop noch Clicks and Cuts. Von allem haben sie etwas, mittendrin eine erhabene Melodie in Brass ("NY 75"), später auf dem Album kommt eine Idee von Funk dazu. Akademischer Funk, schnell wie eine Fingerübung, ein Wispern und ein kleines Jaulen von Luke Sutherland spielen mit. Sutherland, der "always always always" ruft, als wär's das letzte Mal, dass er rufen kann. Liebe und Verlust. Es bröckelt. Und saut so leicht vor sich hin. Dieser Musik kann man nicht bei schlechtem Wetter zuhören. Baumsterben überall.