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Berliner Ausstellung widmet sich der Geschichte von DDR-Pop

Museumsreif im positiven Sinn

Mal ehrlich: Das Wissen z.B. vieler Westdeutscher über Popmusik in der DDR gleicht nicht selten einem Wust aus Klischees und Ungenauigkeiten. Zusätzlich dürfte es jedoch auch auf Fanseite einiges an Wissensdurst geben, den die Ausstellung mit dem Titel "Jahre zwischen Liebe und Zorn" noch bis Ende
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Mal ehrlich: Das Wissen z.B. vieler Westdeutscher über Popmusik in der DDR gleicht nicht selten einem Wust aus Klischees und Ungenauigkeiten. Zusätzlich dürfte es jedoch auch auf Fanseite einiges an Wissensdurst geben, den die Ausstellung mit dem Titel "Jahre zwischen Liebe und Zorn" noch bis Ende Oktober in Berlin stillen könnte. Was waren die Produktions- und Aufführungsumstände von Pop in der DDR? Was war, was ging, was ging nicht und wer waren die Protagonisten (gerade auch die des DDR-Undergrounds)? All das und noch mehr haben Peter Thinius und Klaus Schnabel-Koeplin für die Ausstellung aufbereitet. Mit dem mittelfristigen Ziel, ein Museum zum Thema Pop und Rock in der DDR eröffnen zu können. Ihr Verein "Sechzig-Vierzig" (benannt nach der berühmt-berüchtigten DDR-"Tanzmusikanordnung" von 1958) agiert dabei als Motor für das Vorhaben.

Die Ausstellung "Jahre zwischen Liebe und Zorn" hat zahllose Exponate zum Thema im Gepäck. Dazu gehören Demotapes, Plakate, Ausgaben der Zeitschrift "Melodie & Rhythmus" und technische Gerätschaften ebenso wie Dokumente über Auftrittsverbote, mit denen zahlreiche der beleuchteten Künstler seinerzeit belegt wurden. Noch bis zum 28.10.05 stehen die Türen den Besuchern offen, bevor die Sachen (hoffentlich nur für kurze Zeit) wieder aus der Öffentlichkeiten verschwinden. Ort der Ausstellung: Kultschule (Lichternberger Kulturverein e.V., Sewanstraße 42,10319 Berlin), weitere Infos hier.