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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»From Shores Of Sleep«

Musée Mécanique

Man muss ja vorsichtig sein mit der Projektion von Sehnsuchtsmomenten in die popularitätsgeschuldet grassierende Welle von Folk-Pop-Veröffentlichungen. Gerade dann, wenn man Gedanken über Musik aufschreibt. Schließlich ist die Projektionsfläche nicht selten sehr flach, noch weniger selten sind die projizierten Sehnsüchte arg kitschig.
Geschrieben am
In Musée Mécaniques zweitem Album nach dem vor vier Jahren veröffentlichten, sträflich unterschätzten Debüt über das damalige City-Slang-Sublabel Souterrain Transmissions kann man aber voller Wonne baden. Denn zum einen macht das Album mit seinen Seefahrer-Motiven selbst Sehnsuchtsmotive auf, und zum anderen ist es in seiner sinnlichen Vollmundigkeit auch noch ganz wunderbar geraten. Es hat den warmen Choral-Gemeinsinn der Fleet Foxes, die kleinteiligen, liebevollen Lo-Fi-Arrangements von Locas In Loves »Winter«-Album und den konzeptionellen Überbau von Erland Coopers tollem Magnetic-North-Projekt. Umgedeutet ist es das perfekte Album für die diesjährige Winterweihnacht, wenn man eine solche Dimension von Kitsch denn zulassen will. Am passendsten wäre es dann, wenn man den Winter an einem Seehafen verbringt.

In drei Worten: Winter / Hafen / Tamburin
– Musée Mécanique »From Shores Of Sleep« (Glitterhouse / Indigo / VÖ 24.10.14)

Musée Mécanique

From Shores of Sleep

Release: 24.10.2014

℗ 2014 Glitterhouse Records