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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mr. Impossible

Black Dice

Ein weiteres Mosaik in der fragmentierten Dystopie von Black Dice: stellenweise etwas redundant, aber noch immer einzigartig in seinem speziellen Zugang.
Geschrieben am

Das besondere Talent von Black Dice lag von Anfang an darin, popkulturelle Zeichensysteme in all ihren grellen und schrillen Ausprägungen auf links zu drehen und zu einem postmodernen Albtraum zu verdichten. Während sich der Zeitgeist inzwischen gravierend gewandelt hat, scheint diese Dystopie sie auch nach über 15 Jahren nicht loszulassen: Die Weirdness hat längst ihren Weg in die Feuilletons und Elektronik-Großmärkte gefunden, weshalb Black Dice über die Jahre auch einiges von ihrer subversiven Sprengkraft eingebüßt haben. Und doch bleibt der idiosynkratische Mutanten-Pop auch auf ihrem sechsten Studioalbum eine höchst originelle Angelegenheit. Die Spleens der Band sind freilich dieselben geblieben: Tape-Loops werden deformiert, Samples entstellt und sowieso irgendwie alles durch irgendwelche Effekte gezogen, bis nur noch das bizarre Rudiment der eigentlichen Klangquelle auszumachen ist. Diese Versatzstücke montiert das Trio auf »Mr. Impossible« in seiner absolut unverkennbaren Art und Weise zu extraterrestrischen Klang-Collagen.

In drei Worten: Extraterrestrisch / Collage / Dystopie