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So war's in Leipzig: Mouse on Mars lassen die Bässe sprechen

Mouse on Mars live

Kann ein DJ-Set vor vielleicht 150 Leuten funktionieren, wo eigentlich über 300 Leute Platz hätten? Kann es und tut es auch. Das Leipziger Täubchenthal ist etwa halb voll, aber Mouse on Mars schaffen es, dass nach 30 Minuten der Laden in Bewegung kommt und darüber einigermaßen voll aussieht.
Geschrieben am

11.10.2013, Leipzig, Täubchensthal

 

Genau genommen erkennt man gute Acts sogar daran, dass sie das Publikum zusammenführen. Sie machen es zu einer homogenen begeisterten Menge, eine Menge, die anfangs noch ganz heterogen aus Typen besteht, für die Mouse on Mars schon immer »die geil krassesten Beats überhaupt« gemacht haben, aber auch aus Typen, die vor allem deswegen zu Mouse on Mars gehen, weil es eben verdammt nochmal Mouse on Mars sind und die Elektro-Welt sich einig ist, dass sie Legenden sind. Und dann gibt es noch die Typen, die hier sind, weil im Täubchenthal noch Licht brannte und draußen ein ungemütlicher Wind weht.

All diese schönen Gestalten müssen aus der anfänglichen Starre gelöst und zum Tanzen gebracht werden. Dank des grandiosen Sounds, der vor allem den Bässen schmeichelt, ist das kein Problem. Vom Rückschlag der Boxen kann man sich sanft wieder nach hinten spülen lassen, um sich dann wieder zu den verzögerten Rhythmen nach vorne zu schlängeln. Der Sound ist dann zum Glück auch das Wesentliche an diesem Abend. Sicher, es gibt Videoprojektionen und auch den ein oder anderen Stroposkopeinsatz, aber das visuelle Element ist nur halb so groß wie die Laptops mit dem programmierten Set, die Jan und Andi auf dem Pult aufgebaut haben.

Das Täubchenthal gibt es noch nicht lange und ja... es gab im Vorfeld der Eröffnung schiefe Blicke von der bisherigen Club-Front im Süden Leipzigs nach Westen – von wegen Gentrifizierung jetzt auch bei den Clubs. Und sicher, das letzte Mal haben Mouse on Mars auch noch im Conne Island gespielt, das ja nicht nur als Veranstaltungsort bekannt ist, sondern vor allem auch als soziokulturelles Zentrum. Deswegen ist heute auch ein wenig zu spüren, dass die Leute den neuen Club Täubchenthal erst noch beschnuppern und eintanzen müssen. Zumindest, solange Mouse on Mars noch nicht am Pult stehen, ist es etwas kühl im Täubchenthal, sowohl von der Temperatur als auch von der Atmosphäre her. Nach dem Set sind beide aber auf eine heimelige Wärme gestiegen.

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