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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Montell Jordan

Montell Jordan

Mit Album #5 proklamiert der slicke R’n’B-Boy die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Back on the South Central Blocks. Obwohl er seit Jahren in Atlanta wohnt, ist dieses einst „R U With Me“ betitelte Ding mal wieder eine frische Hommage an das Leben an der Westküste. Nachdem er sich
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Mit Album #5 proklamiert der slicke R’n’B-Boy die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Back on the South Central Blocks. Obwohl er seit Jahren in Atlanta wohnt, ist dieses einst „R U With Me“ betitelte Ding mal wieder eine frische Hommage an das Leben an der Westküste. Nachdem er sich auf dem letzten Album „Get It On ... Tonite“ als gereifter Soul-Brother verkaufen wollte, bounct die neue Platte bereits im Intro vielversprechend los. Mit tighten und schnörkellosen Beats kommt die für seine Musik immer wichtige HipHop-Komponente wieder angemessen zur Geltung. Schließlich steht sein ‘95er-Hit „This Is How We Do It“ für eine Kehrtwende im zu dieser Zeit von Weichspülern dominierten R’n’B-Geschäft. Deshalb bleibt Montell Jordan auch am besten, wenn er den toughen B-Boy spielt. „Montell’s Anthem“, in dem er mit den üblichen HipHop-Wortschablonen das Business kritisiert und sich back on top meldet, ist der absolute Killer-Track des Albums. Ein Beat, der Dre-mäßig minimal den fettesten Funk aus den Boxen pumpt, ein Streicher-Loop, darunter eine nasty Bassline und darüber schnurrende Synthies. Mehr braucht man eigentlich nicht. Doch der Künstler möchte natürlich seine Vielseitigkeit zur Schau stellen, und so finden sich vor allem in der zweiten Hälfte ziemlich schmierige Balladen, Verführerfantasien und - wahrscheinlich für Mama und Papa Jordan - die klare Gospel-Botschaft zum Abschluss des Albums. Fair genug. Runde Sache insgesamt.