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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Liebeskreis für Rocco Clein

Monsters of Rocco

02.03.2004, Köln, Live Music Hall & Underground Abend zwei des großen Benefiz Konzertes für Jackie und Julius, die Kinder von Rocco Clein. Und wie schon am Vorabend gab es auch diesmal (bei aller Gegenwärtigkeit des traurigen Anlasses) nur freudige Gesichter unter den mehr als 1000 Besuchern. So
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02.03.2004, Köln, Live Music Hall & Underground

Abend zwei des großen Benefiz Konzertes für Jackie und Julius, die Kinder von Rocco Clein. Und wie schon am Vorabend gab es auch diesmal (bei aller Gegenwärtigkeit des traurigen Anlasses) nur freudige Gesichter unter den mehr als 1000 Besuchern. So harmonisch sollten Festivals immer ablaufen. Anders als am ersten Abend wurde diesmal in zwei Locations aufgespielt: Live Music Hall und Underground. Also schön nah beieinander, so dass man hin und her pendeln konnte.

Den Anfang in der Live Music Hall machten die Monochords, für die Rocco ja auch einen Videoclip gedreht hatte. Schön roh und mit wildem Elan. Eine Vorlage, die die Cellophane Suckers gekonnt aufnahmen und solide weiterrockten. Readymade flirteten danach für einige Minuten mit einem Instrumentalset ganz in der Mogwai-schen Spannungstradition, bevor sie in bewährter Indie-Manier die Stimme erhoben.

Stichwort Stimme erheben. Wie schon am ersten Abend erzählten viele der Bands persönliche Anekdoten von und mit Rocco und wiesen auf die extra für das Festival produzierte Benefiz-Single 'Liebeskreis ­ Rocco was a friend of mine' hin, an der u.a. die Sportfreunde Stiller, Readymade, Monochords, Angelika Express und Seesaw beteiligt waren. Next up: Die Sportfreunde Stiller, die einige Songs des kommenden Albums 'Burli' vorstellten ­ was von vielen in der Halle sichtbar und sehnlichst erwartet wurde. Tomte zeigten anschließend, warum sie die deutsche Indie-Band 2003 waren: Unglaublich mitreißend und mit einer textlichen Tiefe, wie sie nur wenige andere zu bieten haben. Für den angemessenen Abschluss sorgten in der Live Music Hall die Donots.

Im Underground spielten währenddessen Oddballs Band, Radiation Kings, Surrogat und Superpunk, wobei der Auftritt letzterer nur noch mit dem Prädikat 'Ausnahmezustand' zu beschreiben ist, da sich peu à peu alle Besucher aus der Live Music Hall einfanden, um im Underground bis in den frühen Morgen weiterzumachen. Schließlich legten noch bis 5 Uhr Storch, Räuber, Glietsch, Stuckrad-Barre und Kowarsch auf. Was bleibt, ist der Dank an alle Beteiligten, die wirklich ein sehr, sehr schönes Festival auf die Beine gestellt haben ­ und das in kürzester Zeit. Wir alle wollten hier nie dabei sein müssen. Es war toll dabei zu sein.