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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Monostadt

Monostadt

Monostadt lassen mit ihrem späten Debütalbum den Impetus und Sound der besten Phase des Indie-Rock aufleben. Gut, dass das endlich wieder jemand macht.
Geschrieben am
Der wahre und gute Indie-Rock ist heute weitgehend den Älteren vorbehalten. Nur sie scheinen noch in der Lage, die Gründe für die stete Relevanz, die Schärfe und das Potenzial dieses in der hinteren Hälfte der 1980er getauften Stils zu kennen – ist ungeschult ja auch nicht ganz leicht. Monostadt sind durch viele Ausgeheinsätze gestählte Recken aus der Szene Kölns und wissen, was genau nochmal an Blumfeld den jüngeren, Cpt. Kirk &., Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs und den späten Boxhamsters so gut war und was nicht – und was an Messer bei ihren ersten Veröffentlichungen. Ihr Dilemma haben sie in dem Song »Was wir wollen« ihres spät, aber nicht zu spät erscheinenden Debütalbums gleich selbst zusammengefasst: »Nur weil wir denken, dass wir 18 sind, müssen wir nicht 18 sein. [...] Ja, wir nehmen eine Haltung ein, sie macht für uns den Unterschied. Haltet davon was ihr wollt! Weil es das ist, was wir wollen.« Ihre Haltung formulieren Monostadt in zehn zumeist wunderbaren Songs aus, mal unversöhnlich, mal harmoniesüchtig, mal vollmundig, mal reduziert und schneidend. Eine Haltung, die viel mit frühem Indie-Rock zu tun hat, die in einer Zeit voller aufgeweichter Haltungen aber kühn und fast radikal wirkt. Gut, dass Monostadt versuchen, die Verhältnisse grade zu rücken. Vielleicht gelingt es ihnen sogar.
Monostadt »Monostadt« (Parallel Schallplatten / VÖ 05.05.2017)

Monostadt live: 
20.05.17 - Köln, Artheater