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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Holy Ghost«

Modern Baseball

Modern Baseball teilen die Songwriter-Credits sauber zwischen sich auf und schaffen doch einen gemeinsamen Sound, der sich irgendwo zwischen Weakerthans und The Cure einpendelt.
Geschrieben am
Singt da etwa John K. Samson? Diese Frage geistert einem beim Hören der elf Songs von »Holy Ghost« öfter mal durch den Kopf, so ähnlich klingen die Stimmen, und auch der Gitarren-Sound erinnert stark an The Weakerthans. Modern Baseball könnten also durchaus die Band sein, um das Weakerthans-förmige Loch in den Fan-Herzen, das die Trennung der Kanadier im vergangenen Jahr hinterlassen hat, zu füllen. Gegründet haben sich Modern Baseball frisch im ersten Semester, »Holy Ghost« entstand nun kurz vorm Uni-Abschluss, entsprechend ist das Album auch das Dokument einer Adoleszenz. Keine Texte mehr über Facebook-Statusmeldungen, und auch der Band-Sound ist dichter und selbstbewusster geworden. Beinah ist »Holy Ghost« zur Split-LP geraten, da strikt nach Songwritern getrennt: Die A-Seite stammt von Jacob Ewald, die B-Seite von Brendan Lucas. In den ersten Songs gibt’s eine schöne Mischung aus Weakerthans-Einflüssen, dem Erzählerischen der Mountain Goats und der Quirligkeit von Motion City Soundtrack. Im zweiten Teil drängen dann The-Cure-Vibes ins Songwriting, etwa in der Single »Apple Cider I Don’t Mind«. Dass das Album dennoch nach etwas Ganzem klingt, spricht dafür, dass die Band trotz Zwiespalt ihren Sound gefunden hat. 

Modern Baseball

Holy Ghost

Release: 13.05.2016

℗ 2016 Big Scary Monsters

Modern Baseball »Holy Ghost« (Big Scary Monsters / Al!ve / VÖ 13.05.16)