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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Navy Brown Blues

Mocky

Auch Mocky geht mit seinem dritten Solo-Album den momentan so populären Schritt vom Laptop zu Instrumenten, vom Track zum Song, von der Maschine zum Menschen. In seinem Fall ist es die siebenköpfige Navy Brown Blues Band, die ihm auch live den analogen Background besorgt. Dank der Kanada-Paris-Berli
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Auch Mocky geht mit seinem dritten Solo-Album den momentan so populären Schritt vom Laptop zu Instrumenten, vom Track zum Song, von der Maschine zum Menschen. In seinem Fall ist es die siebenköpfige Navy Brown Blues Band, die ihm auch live den analogen Background besorgt. Dank der Kanada-Paris-Berlin-Achse des Grooves (Gonzales, Peaches, Jamie Lidell und Feist) braucht er sich um namhafte Mikrogäste und Studiohelfer ohnehin keine Sorgen zu machen. Es gleicht einem unverbindlich festen Kreis von Weggefährten und Gleichgesinnten, die der in Kanada geborene Dominic Salole bereits seit dem Vorgängeralbum „Are + Be“ um sich geschart hat. Und was die alles an krudem Zeug raus hauen?! Futuristischen Soul mit HipHop-Anleihen und angedeuteten Raps („One Of A Kind“), dezenten Groove-Jazz mit Rhodes E-Piano („I’m Yours“) oder den P-Funk eines George Clinton, der die Neuauflage von „Animal“ durchzieht; ein Song, den Mocky bereits vor Jahren in der Heimat mit The Shit (inklusive Gonzales und Peaches) schrieb. Synthie-Bässe machen hier wett, was einem den Opener „Tears Of Joy“ vergrault: Slap-Bass, die schlimme Muckergeste, die man fast nur noch bei Lehrerbands an Musikschulen zu hören bekommt - und die auch nur noch da hingehört. Angesichts der Kooperationen kann das Album jedoch nur gewinnen. Wenn beispielsweise Feist zu Percussion-Begleitung das sparsame Arrangement von „Fightin’ Away The Tears“ mit ihrer prägnanten Stimme belebt, ist Mocky zu einer solchen Bekanntschaft nur zu gratulieren. Und dass Jamie Lidell („In The Meantime“) und Smartass Taylor Savvy („Elementary“) einen guten Job machen würden, davon war auszugehen.