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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Captain Love

Mock Orange

Ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass einem bei der Flut an monatlichen Veröffentlichungen mal eine Band durchgeht, für die man im Bekanntenkreis normalerweise gerne die Werbetrommel gerührt hätte.
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Ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass einem bei der Flut an monatlichen Veröffentlichungen mal eine Band durchgeht, für die man im Bekanntenkreis normalerweise gerne die Werbetrommel gerührt hätte.

Mock Orange aus Indiana sind aber nun schon gut zehn Jahre unterhalb des Radars unterwegs, und auch die Verwendung als Hintergrundmusik bei "CSI Miami" oder Auftritte bei MTV2 haben keine Alarmglocken ertönen lassen. Dann bleibt es eben unser kleines Geheimnis, dass dieses Quartett stilsicher am ausgefransten Nachhall der letzten Pavement-Akkorde anknüpft, sich dabei unbemerkt an den Flaming Lips, Modest Mouse und Wolf Parade vorbeischlängelt und auch noch die Frechheit besitzt, das so zu verkaufen, als ob es von eben genannten Bands noch nie im Leben gehört hätte.

Kribbelgesang, quäkende Gitarren, kokette kleine Soli und geschickt demontierte College-Rock-Strukturen inmitten beschwingter Beatmusik-Vibes - alles nur Worte. Der fünfte Streich von Mock Orange kommt als nette, leicht aufreibende Schrammelpop-Platte und geht als komplex arrangierte Zitatensammlung noch lange nicht aus dem Kopf. Aber das muss ja auch nicht jeder wissen.