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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Stringenz des Wahnsinns

Mittekill

Ihr seid eine Berliner Electropop-Band, die sich Mittekill nennt. Ich verstehe den Bandnamen nur nicht so ganz. Wollt ihr die Leute aus Berlin-Mitte killen? Oder wollt ihr sagen, dass der Sound aus Berlin-Mitte killt? Wir sind eine Berliner Band, die nicht so weiß, wo die Mitte ist oder was das mit
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Ihr seid eine Berliner Electropop-Band, die sich Mittekill nennt. Ich verstehe den Bandnamen nur nicht so ganz. Wollt ihr die Leute aus Berlin-Mitte killen? Oder wollt ihr sagen, dass der Sound aus Berlin-Mitte killt?
Wir sind eine Berliner Band, die nicht so weiß, wo die Mitte ist oder was das mit der Mitte soll, und auch nur bedingt electropoppig ist. Dass Berlin-Mitte mit unserem Namen verbunden wird, ist für uns zufällig – nur eine von mehreren Bedeutungen.
Aha, auf dem Album befindet sich eine Art Cover von Fehlfarbens “Grauschleier”. Generell finden sich viele Verweise auf die frühe NDW. Was sind sonst so eure wichtigsten Einflüsse?
Da ist, wie du sagst, zum einen NDW oder lieber NWWW (New Wave Worldwide). Musik setzt doch eine Offenherzigkeit voraus, in der wir uns liebend gerne spiegeln, uns daran messen oder provozieren. Wir mögen Bewegungen durch oder mit Musik. Deswegen sind wir echt offen für alles.

Ihr seid einer der ersten Acts, die auf dem neuen Kitty-Yo-Format nur noch digital veröffentlichen. Ist das nicht ein seltsames Gefühl, keine Vinylplatte oder CD von sich in der Hand zu halten, sondern MP3s zu verkaufen?
Wir sind froh, auf Kitty-Yo zu veröffentlichen. Auch “nur” digital. Wir müssen sehen, wie sich das Digital-Ding entwickelt. Es muss weiter in die Köpfe. Deswegen sind wir auch froh, dass ihr uns nicht vergesst und auch ein Digital-Album thematisiert. Ein Digital-Label hat schlicht und einfach keine Produktionskosten, kann schneller und mehr veröffentlichen, und man hat sofort Gewinn. Für uns als Musiker ist der Lauf des Geldes allerdings ziemlich undurchsichtig.