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Outside The Simian Flock

Millionaire

Mitte der neunziger Jahre kam das Album “Love Is Okay“ von Evil Superstar. Danach löste sich das Gespann Tim Vanhamel, Mauro Pawlowski und NEMO-Bassist Bart Vanderbroek auf. Außer dass Vanhamel auf der Tour von dEUS’ “The Ideal Crash“ den Gitarrenpart übernahm, hörte ma
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Mitte der neunziger Jahre kam das Album “Love Is Okay“ von Evil Superstar. Danach löste sich das Gespann Tim Vanhamel, Mauro Pawlowski und NEMO-Bassist Bart Vanderbroek auf. Außer dass Vanhamel auf der Tour von dEUS’ “The Ideal Crash“ den Gitarrenpart übernahm, hörte man nichts mehr von ihm - und auch das ist inzwischen schon zwei Jahre her. Doch nun gründete er Millionare und weil sie eben auch Belgier sind, sich nahe stehen, könnte man doch eine dEUS-Anverwandtschaft vermuten. Mal sehen. Auf ihrem Debütalbum “Outside The Simian Flock“ werden mit “Body Experience Revue“ metallisch indie-rockig erst mal Tatsachen geschaffen. Die Beziehung zwischen Sound und Sänger lässt an Metal-Roots denken, findet aber in “Me Crazy You Sane“ eine facettenreiche, etwas ruhigere Auflösung - vergleichbar vielleicht mit dEUS’ “Via“. Im Verlauf des Albums fügen sich dann zunehmend funkadelische Züge ein, so scheinen tiefe Geigenstriche in “Blindfold“ Raum für Dämonen freizugeben. Mit knackigen Surfpunk-Gitarrenriffs im vorletzten Song “Nothing Left“ geht es dann noch mal auf den Boden zurück - Queens Of The Stoneage als ein denkbarer Vergleich. Und wenn in dem Track “Her Gender“ folgendes aufkommt: “She said, I´m gonna work it out, whatever is the problem“ und wenn dann noch der Metzger ins Spiel gebracht wird, erzeugt das in mir eher einen ablehnenden Reflex - Splatter sollen andere geil finden - das hat dann auch nichts mehr vom leisen dEUS-Song “Nothing Really Ends“. Also doch keine gleiche Sauce - nur weil es Belgien ist, aber Härtergesottenen wird es gefallen.