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Home from Home

Millencolin

„Home From Home“ ist gleich „Pennybridge Pioneers“ Teil #2 oder die Fortsetzung des Skatevideo-kompatiblen, konsumentenfreundlich sauber produzierten Punkrock Marke Millencolin. Das Burning-Heart-Vorzeigequartett konzentriert sich auf Kernkompetenz wie Zielgruppe. Letztere te
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„Home From Home“ ist gleich „Pennybridge Pioneers“ Teil #2 oder die Fortsetzung des Skatevideo-kompatiblen, konsumentenfreundlich sauber produzierten Punkrock Marke Millencolin. Das Burning-Heart-Vorzeigequartett konzentriert sich auf Kernkompetenz wie Zielgruppe. Letztere teilt es sich dabei mit Bad Religion, Pennywise und wohl auch Blink 182. Hm. Warum nicht - „never change a winning team“ ist schließlich nicht das schlechteste Motto. Millencolin verkauften bislang insgesamt ca. 1,5 Millionen Alben worldwide, mit stetig steigender Tendenz, und bringen an einem einzigen Konzertabend regelmäßig Tausende in die Hallen und mehrere hundert Shirts an die Kids. Damit erledigt sich wohl die Frage, wer melodischen Punkrock heute noch braucht. Mit „Pennybridge Pioneers“ modifizierten Millencolin ihre Mittel deutlich in Richtung Alternativerock, wirkten ernsthafter und zeigten eine größere Bandbreite, ohne ihre Trademarks aufzugeben. Damit wurden sie für viele, denen die früheren Alben immer etwas zu infantil schienen, erstmalig genießbar. Erwachsener sind sie geworden, alt jedoch nicht, und so ist an „Home From Home“ schlicht überhaupt nichts auszusetzen. Die zündenden Hooklines und der nötige Druck sind da, und die erste Singleauskopplung „Kemp“ bleibt sicher nicht die einzige. So oder so: „Home From Home“ ist das Album, das nach dem fabelhaften „Pennybridge Pioneers“ zu erwarten war, nicht mehr und nicht weniger und somit kaum angreifbar. Eine Auseinandersetzung mit dem Gehalt oder der Relevanz des Millencolin’schen Outputs erübrigt sich, denn diese Musik ist nun einmal nicht zum Drüber-Nachdenken gemacht. Sie funktioniert bestens als Untermalung für die unterhaltsamen oder zumindest okayen Lebensaspekte, zuviel Tiefgang würde hier tatsächlich nur schaden.