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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Halcyon Days

Mikael Delta

Die Sonne scheint lange und warm über Griechenland. Das hat Auswirkungen auf das Gemüt. So zumindest die Standardassoziation, die man bemüht, um frische südliche Klänge zu beschreiben und zu erklären. Als Deutscher kann man vielleicht nicht anders. „Halcyon Days“ ist alles, wovon man trä
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Die Sonne scheint lange und warm über Griechenland. Das hat Auswirkungen auf das Gemüt. So zumindest die Standardassoziation, die man bemüht, um frische südliche Klänge zu beschreiben und zu erklären. Als Deutscher kann man vielleicht nicht anders. „Halcyon Days“ ist alles, wovon man träumt. Es ist das Schmeicheln der Seele, es ist das warme Gefühl im Herzen, es ist die tiefe Zufriedenheit, es ist das Wohlbefinden, welches niemals enden soll. Alles also, was wir „hier oben“ mit Urlaub „da unten“ in Verbindung bringen. Mit leichten Anspielungen im Bläser-getragenen Jazz-Bereich swingt und shuffelt sich Mikael Delta an den Kern menschlicher Sehnsucht und bedient sich sehr bewusst dieser immer wieder treffsicheren Housebeats. Genau dafür fährt die Welt auch nach Ibiza. Mikael Delta versteht sein Handwerk: Sehr poppig und wenig experimentell hat er für sein Debüt zwölf unterschiedlichste Tracks gebastelt, die auf verschiedenen Ebenen versuchen, ein Grundbedürfnis zu befriedigen. Tanzbar sein und dennoch genügend Raum für Geborgenheit bieten, so das scheinbare Rezept des Griechen. Zusammengefasst also ein emotional höchst ansprechendes Album, dem man sich nur schwerlich entziehen kann, solange die gewisse Mainstream-Lastigkeit des Albums nicht aus Prinzip zur inneren Blockade dient.