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Chefarzt Dr. Fischer im Wechselbad der Gefühle. Ein Politpornothriller

Michael Rudolf

Die Herzbeutelentzündung "ganz hinten links" lamentiert: "Hier ist alles so ironiedurchtränkt, Ihre Klinik, dieses Buch, in dem wir alle mitspielen, die Gesellschaft, alles." Es nützt nichts, der werte Herr Kracht bleibt aus "Sicherheitsgründen" komplett in seinem Krankenbett eingegipst. Zu verantwo
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Autor: intro.de

Die Herzbeutelentzündung "ganz hinten links" lamentiert: "Hier ist alles so ironiedurchtränkt, Ihre Klinik, dieses Buch, in dem wir alle mitspielen, die Gesellschaft, alles." Es nützt nichts, der werte Herr Kracht bleibt aus "Sicherheitsgründen" komplett in seinem Krankenbett eingegipst. Zu verantworten hat dies Dr. Joseph Fischer, bekennender Wolfgang Petry-Fan und Chefarzt in der Kasseler Hodenwald-Klinik. Die anerkannte "Koryphäe auf dem Gebiet der Hygienischen Parasitologie", die gern und oft eine Öko-Spätlese namens "Schröder Nacktarsch" trinkt, wird zudem tatkräftig unterstützt vom Assistenzarzt Dr. Cohn-Bandit. Dieser wiederum geriet in Mißkredit bei der Schwesternschaft. Wegen ihm können sie ihren geschätzten Likör nicht mehr in den Kühlfächern des Krankenhauses kühlen. Der Grund: Doktor Cohn-Bandit bewahrt dort eine stattliche Sammlung von Armen und Beinen auf, die allesamt von arglosen Patienten stammen. Seine Sammelleidenschaft führt sogar dazu, daß die Blumenrabatten des Krankenhauses knöchelhoch mit Blut überflutet werden, da die Blutkonserven ebenfalls ungekühlt blieben. Soweit ein kurzer Einblick in das Genre des Politpornothrillers, eine bitterböse Satire auf die heutige Politiker-Riege der Grünen und das, was die einstigen Politrebellen in ihren Designeranzügen auf dem außen- und umweltpolitischen Felde so anrichten. Und wenn darüber hinaus Dr. Fischer gegenüber einer tumben Schwester als "Sex-Ayatollah in Arztgestalt" dargestellt wird, dann ahnt man, warum Rudolf seine groteske Geschichte in einem Krankenhaus ansiedelt - liest sich dieses Buch doch wie "DJ Bobo mit Slayer bei einer Endlos-Session". Der Grusel bringt das Vergnügen!