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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Visuals«

Mew

In träumerischer Popmusik schwelgend, bestehen die drei Dänen erneut den Produkttest. »Visuals« ist ein rundes, schönes Album ohne Widerhaken oder schalen Nachgeschmack.
Geschrieben am
Die oftmals in Falsett-Höhe gehaltenen Gesangslinien von Jonas Bjerre werfen einen langen Schatten in Richtung Death Cab For Cutie, die ihrerseits aber natürlich weit entfernt von den Dream-Pop-Wurzeln operieren, die der dänischen Band Mew zugrunde liegen. Vielleicht ist es eine Grundvoraussetzung dieses verwaschen-herzlichen Musiksubgenres, dass man keine wirklichen Hooklines heraushören kann. Auch das mittlerweile siebte Album des Trios aus Hellerup, selbstständig produziert und aufgenommen in Kopenhagen, klingt in erster Linie gefällig, berauschend und schön – ohne dass irgendwelche prägnanten Momente, Klänge oder Gesangslinien langfristig hängen blieben. Bombastische Schlagzeug-Fills, zuckersüße Harmonien, schwelgerische Klangflächen, Zuversicht und Melancholie. Mehr muss eine Band wie Mew vielleicht auch gar nicht aufbringen, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Zumal das Songwriting der Band diesmal leicht von der Hand ging, wie Bjerre erklärt; ein kreatives Hoch während der letzten Tour machte Nägel mit Köpfen und zog Mew anschließend umgehend ins Studio, um das Livegefühl adäquat auf Platte zu verewigen.

Mew

Visuals

Release: 28.04.2017

℗ 2017 Mew, under exclusive license to Play It Again Sam