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So war’s in Berlin: Holy Synth!

Metronomy live

Metronomy erfinden sich alle zwei Jahre mit einem Album neu. »Love Letters« gibt es nicht ohne Partnerlook. Die weißen Hosen und weinroten Jackets aus dem Video zum Titeltrack sind frisch gebügelt und ab geht’s auf die Bühne des Astra Kulturhauses, mal eben den Sonntagabend der schläfrigen Berliner aufmischen.
Geschrieben am

06.04.2014 Astra Kulturhaus, Berlin

 

Metronomy haben sich vom heißen Indietronic-Scheiß innerhalb der letzten acht Jahre zur fast mainsteamigen Pop-Sensation gemausert. Da war dieses eine Video mit den Bikini-Mädels am Pool zu »The Bay« vom bisher glattesten Album »The English Riviera« und das schräge Nerd-Cover von Britney Spears »Toxic«, das von heute auf morgen die Facebook-Startseite sprengte. Und irgendwo dazwischen haben die vier Südengländer sich inzwischen niedergelassen und mit »Love Letters« das verflucht nochmal jetzt schon beste Album des Jahres veröffentlicht.

 

Bei fast tropischen Temperaturen quetscht sich Mastermind Joseph Mount zusammen mit seiner Band in das komplett ausverkaufte und dementsprechend maßlos überfüllte Astra Kulturhaus. Wer noch kein Ticket hatte, hat in den letzten 24 Stunden noch mal alles in Bewegung gesetzt, um doch noch irgendeine Hintertür, ein übriges +1 oder einen Thekenjob zum Konzert an Land zu ziehen. Vollkommen zu Recht: Um 21 Uhr geht’s los, zwischen Wolken-Requisiten und beleuchteten Pulten mit »Monstrous« vom aktuellen Album. Es folgt die perfekte Metronomy-Playlist mit den Hits des neuen Albums, den Lieblingssongs von »The English Riviera« und den Klassikern von »Nights Out«.

 

Im Gegensatz zu alten Auftritten der Band, wo regungslos die Songs heruntergespielt wurden und Sänger Joseph ganz schön schlechte Laune präsentierte, sind die vier am Sonntagabend umwerfend gut gelaunt, scherzen rum und bewegen sich sogar. Mit »Radio Ladio« werden alte und neue Fans an die Grenze zum Exitus gebracht und nach eineinhalb Stunden verabschieden sich Metronomy mit »Heartbreaker« und »The Most Immaculate Haircut« in die Nacht, große Gesten inklusive.