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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Violent Sleep Of Reason«

Meshuggah

Mensch-Maschinen beim kontrollierten Durchdrehen: Meshuggahs neuer Progressive-Thrash-Brocken »The Violent Sleep Of Reason« fordert vom Hörer einiges an Arbeit.
Geschrieben am
Nach den relativ zugänglichen Alben »Obzen« von 2008 und »Koloss« von 2012 verlangen die schwedischen Metal-Virtuosen dem Hörer jetzt deutlich mehr ab. Schon beim Opener »Clockworks« gibt das Schlagzeug seine ungeraden Takte in irrsinnigem Tempo vor, während die Gitarren ihre Thrash-Riffs um schrille Dissonanzen erweitern. »MonstroCity« ist eine schwer verdauliche Lehrstunde in Takt- und Tempowechsel.

Bei »By The Ton« geht das Riffing streckenweise in Richtung Free Jazz. Sofern man bei Meshuggah überhaupt von Eingängigkeit sprechen kann, sind solche Momente auf diesem Album selten – »Ivory Tower« ist eines der wenigen Beispiele. »The Violent Sleep Of Reason« ist ein Geniestreich, der viel Zeit braucht, um voll und ganz genießbar zu werden. Wer seinen musikalischen Horizont erweitern will und dafür keine Anstrengung scheut, kann mit diesem Album sehr viel Spaß haben — irgendwann. 

Meshuggah

The Violent Sleep of Reason

Release: 07.10.2016

℗ 2016 Nuclear Blast

Meshuggah »The Violent Sleep Of Reason« (Nuclear Blast / Warner)