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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Loveheart

Merz

Merz a.k.a. Conrad Lambert hat sein Debüt bereits 1999 veröffentlicht. Er avancierte zum Kritiker- und Musiker-Liebling, trat bei "Top Of The Pops" und dem Glastonbury Festival auf und landete mit "Many Weathers Apart" die "Single Of The Week" bei Radio One. Der große Durchbruch blieb jedoch a
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Merz a.k.a. Conrad Lambert hat sein Debüt bereits 1999 veröffentlicht. Er avancierte zum Kritiker- und Musiker-Liebling, trat bei "Top Of The Pops" und dem Glastonbury Festival auf und landete mit "Many Weathers Apart" die "Single Of The Week" bei Radio One. Der große Durchbruch blieb jedoch aus, und das nicht, weil sich Lamberts markante Nasenpartie zwischen den ganzen Hochglanz-Gesichtern schlecht vermarkten ließe. Es war seine ganz persönliche Entscheidung, aus dem Major-Deal mit Sony/Epic auszusteigen. "(...) A tough decision, but absolutely the right one", so Lambert. Sieben Jahre später erscheint nun "Loveheart". Akustische Popsongs voller Tragik mit Klavier-, Chor- oder Mandolinenuntermalung werden mit zeitweise sonor wummernden Basssounds angereichert. Groß wird Merz, wenn sich die geradlinigen Popsongs mit ungewohnt phrasiertem Gesang und gegenläufigen skurrilen Synthiesounds in die Quere kommen. Goldfrapp-Basser Charlie Jones und Beth Gibbons haben hier ihre Finger im Spiel. Um das Namedropping auf die Spitze zu treiben: Coldplay-Mastermind Chris Martin unterstellt der Welt, dass sie in feinster Ordnung wäre, würde sie ausschließlich Merz hören. Ob man das direkt so global sehen muss, sei mal dahingestellt. Chris Martin beweist zumindest in puncto Merz Geschmack, das unterstelle ich ihm jetzt einfach mal.