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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»After The End«

Merchandise

Man sagt, das Mystische sei aus der Popmusik gewichen. Zwar liefern Merchandise, die Band aus Florida, das Anbiedernde anhand des Bandnamens gleich mit, viel wusste man über diese Band aber lange Zeit nicht.
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Dennoch reichte es im Dunstkreis des NME zum veritablen, wenn auch kurzlebigen Hype. Nach vielen Mini-Alben und kruden EPs geht es die Band jetzt professioneller an: Vormals verlief die Distribution über obskure Punk-Labels, nun stehen sie bei dem öffentlichkeitswirksameren Label 4AD unter Vertrag. Die früheren Songs waren sperrig, Shoegaze-grundiert und in ihren kurzen Popmomenten oft großartig.

Nun besetzen sie ein Feld, das mittlerweile brach liegt: ernst gemeinter 80er-Pop, der zumeist schwerfällig im Midtempo verharrt. Ab und an legen sich ein paar hübsche Stone-Roses-Gitarrenlinien auf das sonst ereignislose Treiben. Hie und da deutet sich Potenzial an: »True Monuments« besitzt den entscheidenden melodischen Kniff, und mit der Vorab-Single »Little Killer« hat sich auch ein kleiner Hit auf das Album geschlichen. Ansonsten ist die Evolution aber erst einmal angehalten: Zu wenig Ideen in zu langen Songs werden auf Dauer nicht ausreichen, um es aus dem sonnigen Florida über den großen Teich zu schaffen. Schade.

In drei Worten: Verhangen / Stillstand / 1986

- Merchandise »After The End«  (4AD / Beggars / Indigo / VÖ 22.08.14)