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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Keine Realität

Menomena

Brent Knopf ist genau wie seine beiden Bandkollegen Danny Seim und Justin Harris ein unverbesserlicher multiinstrumentaler Perfektionist.
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Brent Knopf ist genau wie seine beiden Bandkollegen Danny Seim und Justin Harris ein unverbesserlicher multiinstrumentaler Perfektionist. Zusammen sind sie Menomena aus Portland und wissen aus eigener Erfahrung, wie aufreibend es sein kann, ein Artrock-Meisterwerk zu erschaffen.



Wie läuft’s in Portland?
Es gibt Leute, die sagen, es kommt so viel Musik aus Portland, weil es dort immer regnet.
Ihr habt ein eigenes Programm entwickelt, mit dem ihr aufnehmt, stimmt’s?
Ja, das war ich. Die Software ist recht einfach gestrickt. Eine Art Looping-Station, die wir am Anfang des Produktionsprozesses benutzen, um unsere Ideen festzuhalten. Ich glaube, Ableton Live kann das jetzt auch, aber als ich die Software 2001 erfunden habe, gab es so was noch nicht.
Streitet ihr eigentlich viel?
Auf jeden Fall. Das führt dazu, dass wir manchmal sehr frustriert sind. Es gibt eben Meinungsverschiedenheiten in fast jeder Hinsicht.
Aber ihr seid Demokraten?
In den meisten Fällen schon.
Hört sich anstrengend an. Wie viel Zeit verbringt ihr denn damit, zu spielen, und wie viel damit, darüber zu reden?
Während des Aufnahmeprozesses haben wir überhaupt nicht zusammen gespielt. Erst, als wir mit den Aufnahmen fertig waren, haben wir angefangen, zusammen zu spielen.
Ungewöhnlich.
Ja, in der Regel finden wir unsere Ideen, während jeder für sich aufnimmt, mitten in der Nacht beispielsweise, nach dem hundertsten Take am Piano. Die Stücke entstehen also während des Aufnahmeprozesses. Wir überlegen uns, was jede einzelne Spur bewirken soll, welche Funktion sie haben soll.
Wie viel davon ist denn am Ende Ausschuss?
Das ist bei jedem von uns dreien unterschiedlich. Ich beispielsweise habe für das Album 20 Demos erstellt, und dabei kamen vier Songs heraus. Schätzungsweise landet die Hälfte der Sachen am Ende tatsächlich auf dem Album.
Wer spielt eigentlich was bei euch?
Normalerweise spiele ich Piano, Danny Drums und Justin Bass und Saxofon. Aber es gibt kein wirkliches System. Wir spielen alle Gitarre, der eine macht dies, der andere das, alles verschmilzt. Wir machen einfach das, was der Song braucht.
Als ich euch das erste Mal hörte, dachte ich, ihr seid mindestens zu viert oder zu fünft. Wie kommt ihr zu dritt live mit all den Instrumenten und diesen komplexen Arrangements klar?
Karaoke. Nein, wir haben ab sofort Joe dabei, um uns live zu unterstützen. Und zum Glück gibt es Laptops.