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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Trio

MELROSE

Das Hannoveraner "Loudsprecher"-Label schickt MELROSE-Kassetten an übernächtigte Rezensenten und handelt sich dafür ein dickes Lob ein! Das vorweg, weil das einen Sonntagmittag nach meinem Gusto einläutete. MELROSE, deren Herkunft mir verborgen bleibt, wagen sich auf schwer bespielbares Terrain, obz
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Autor: intro.de

Das Hannoveraner "Loudsprecher"-Label schickt MELROSE-Kassetten an übernächtigte Rezensenten und handelt sich dafür ein dickes Lob ein! Das vorweg, weil das einen Sonntagmittag nach meinem Gusto einläutete. MELROSE, deren Herkunft mir verborgen bleibt, wagen sich auf schwer bespielbares Terrain, obzwar es auf den ersten Blick gar nicht so schwer scheint, Rhythm'n'Blues und fetten Rock zu kredenzen, und wir ja alle mindestens eine Band in der Nachbarschaft kennen, die es auch tut, wir auf der anderen Seite aber spätestens der ablauschen können, daß ein solches Unternehmen stilvoll und zufriedenstellend zu betreiben schon einiges an Spielwitz und Können von den Beteiligten erfordert, zumal dabei ja selten wirkliches Neuland betreten wird, statt dessen die allgegenwärtige Tendenz zu unerfreulicher Stadtfest-Coverästhetik besteht. MELROSE bleiben dieser Versuchung gegenüber standfest und nehmen ihre Arbeit in einer Manier in Angriff, die an einen besonders wohlgeratenen Bastard aus den AEROSMITH der goldeneren Siebziger, BLACK CROWES zumindest seliger "Southern Harmony And Musical Companion"-Tage, LED ZEPPELIN und dem sensationellen ALEX HARVEY gemahnt. Alte ZZ TOP müßte man auch erwähnen, macht aber einfach keinen Spaß und erscheint verzichtbar. Stimmstarker, variabler Frontmann, Slidegitarre, Harp, Wah-Wah-Gitarrengeorgele und eine kleine Prise Bläser sind unverzichtbar und gehören zu den leichtesten Übungen dieser äußerst dynamisch agitierenden Musikschaffenden. Kurz gesprochen und aus dem Nähkästchen meiner Illusionen geplaudert, würde ich diese Band gerne mit THEE HYPNOTICS auf Tour sehen, eine ausgesprochen kurzweilige Angelegenheit wie auch ein würdiger Rahmen, um mal der einstigen eigenen Haarpracht hinterherzutrauern.