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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Jahr eins nach Westbam

Mayday

In den vergangenen Wochen war die Mayday vor allem durch die öffentliche Auseinandersetzung mit ihrem einstigen Zugpferd Westbam in den Schlagzeilen. Davon unbelastet planen die Veranstalter ihre diesjährige 29. Ausgabe, die wieder in den Dortmunder Westfalenhallen über die Bühne gehen wird. Davon erzählt Oliver Vordemvenne im Interview.
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Was für Neuerungen habt ihr für die diesjährige Mayday geplant? Gibt es neue Aspekte im Rahmenprogramm, oder öffnet sich die Mayday weiteren Musikstilen?

Mayday steht für fast alle Stilarten elektronischer Musik. Auf fünf Floors gibt es Techno, House, Hardcore, Hardstyle, Trance, Classics usw. Aktuelle Entwicklungen finden sich natürlich im Line-up wieder, so ist beispielsweise EDM derzeit sehr populär.

Wird das Ausscheiden von Westbam irgendwelche Auswirkungen auf das Festival haben? Wenn ja, welche?

Direkte Auswirkungen wird es nicht haben, auch wenn es natürlich schade ist, dass Max nicht mehr dabei ist. Die Vorstellungen waren jedoch zu verschieden. Mayday geht weiter, getreu einem vergangenen Mayday-Motto: »Forward ever – backward never.«

 

Habt ihr Verständnis dafür, dass einige Fans der ersten Stunde sehr verärgert auf die Ereignisse reagiert haben?

Wenn man die wahren Hintergründe kennt, gibt es keinen Grund, uns gegenüber verärgert zu sein.

 

Was wird aus der traditionellen Hymne, die jährlich von Westbam bzw. den Members Of Mayday produziert worden ist?

Es wird weiterhin eine Hymne zur Mayday geben. Sie wird von verschiedenen Künstlern unter dem neuen Namen The Mayday Masters produziert.

 

Wie beurteilt ihr die hiesige DJ-Szene generell? Gibt es Acts, die sich mittelfristig auf einer Ebene mit Westbam und Väth bewegen können? Wenn ja, welche? Oder wird es solche »DJ-Stars« generell nicht mehr geben?

Die Frage wäre zunächst mal, wie man den »Star« definiert oder bemessen will. Aus unserer Sicht gibt es mittlerweile viele DJs, die viel mehr »Star« sind, als das in der Vergangenheit der Fall war. Da spielt natürlich das Internet eine große Rolle, insofern hinkt der Vergleich auch etwas. Ein junges deutsches Aushängeschild ist aktuell Zedd aus Kaiserslautern. Gerade einen Grammy gewonnen und in den USA ein absoluter Mega-Star.

 

Legt ihr ein besonderes Augenmerk auf eine internationale Ausrichtung der Mayday? Der Anteil internationaler Acts scheint immer größer zu werden.

Internationale Acts sind sehr wichtig, da sie den besonderen Stellenwert der Mayday ausmachen. Das war aber in der Vergangenheit auch schon so. Mindestens genauso wichtig ist, die Vielfalt der unterschiedlichen Styles und Künstler zu präsentieren, die im Jahr 2014 angesagt sind. Mayday findet übrigens auch im Ausland statt, bereits im 15. Jahr in Polen und zum vierten Mal in Minsk in Weißrussland.