×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ghost In The Shell

Max Rebo Band

Max Rebo ist meiner Erinnerung nach der süße, kleine, blaue Elefant, der im dritten Teil von “Krieg der Sterne” bei Jabba the Hut in einer skurrilen Band eine Art Xylophon-Klavier spielt. Oder war es im ersten Teil, in der Bar von Mos Isley auf Tattoine? Wie auch immer, die MAX REBO BAND droppt auf
Geschrieben am

Autor: intro.de

Max Rebo ist meiner Erinnerung nach der süße, kleine, blaue Elefant, der im dritten Teil von “Krieg der Sterne” bei Jabba the Hut in einer skurrilen Band eine Art Xylophon-Klavier spielt. Oder war es im ersten Teil, in der Bar von Mos Isley auf Tattoine? Wie auch immer, die MAX REBO BAND droppt auf dem immer umtriebigeren „Infracom!“-Label keinen „Star Wars“-Funk, sondern eine Art deutsche Definition von Drum’n’Bass. Dabei setzt die Band nicht auf die im britischen Lager momentan angesagte Krach&Dunkelheit, sondern hält sich eher an dezente Snares und Toms, die sich in trickreich gechoppten, zerfahrenen Beats entfalten können. Tragendes Element sind herrschende, subsonische Bassfrequenzen, über die sich besonders meine Nachbarn freuen, wenn bei ihnen die Kaffeetassen tanzen. Wummernd, warm und großflächig dröhnt es da aus den Boxen (meine Hausgenossen lieben vor allem die drei mächtigen Basstöne von “Hydraphel”, ließen sie mich letztens im Treppenhaus wissen). Dazu kommen eingestreute Industrieklänge und Samples von TRICKY und CYPRESS HILL, die uns nach dem netten Dolby-THX-Surround-Intro in die heimelige MAX REBO-Welt entführen. Von “düster” und “Großstadtrealität” (laut Promo-Waschzettel) ist da nicht viel zu merken, eher von “kuschelig” und “Wohnzimmerrealität”. Reizvoll ja, tanzbar nein. Der “Ghost In The Shell” lauert übrigens im weiblichen Geschlechtsorgan - sagt uns zumindest das Cover der Platte, auf dem eine Muschel eine Mu verdeckt. Die gibt es dann auf der Innenseite unverdeckt zu sehen. Ein bißchen prollig ... Hoffentlich unprollig werden dann die Breakbeats der kommenden LP von MEGASHIRA, dem mit vielen Voraus-Props bedachten deutschen D’n’B-Act auf gleichem Label. Deutscher Breakbeat scheint im Kommen - wie sieht’s denn in anderen EU-Ländern aus?